Qualitätsmanagement -

Von wegen nur eine Tür Neuer FKT-Leitfaden "Türen im Gesundheitswesen"

Eiliges Öffnen und Zuschlagen, Karambolagen mit Betten, scharfe Desinfektionsmittel. Patientenzimmertüren müssen einiges wegstecken. Entscheidende Details, die sie zu den funktionalen und stabilen Alleskönnern machen, die sie sein sollten, erörtert ein neuer FKT-Leitfaden.

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Kaum ein Bauteil werde in Gesundheitseinrichtungen mehr genutzt, müsse mehr können und aushalten. Die Häufigkeit der Nutzung und die sehr oft von Zeitdruck und menschlichen Notlagen geprägten Einsatzszenarien verlangen Stabilität und Langlebigkeit. Doch: "Planer und Architekten unterschätzen die Bedeutung von Türen durch die Bank. Ein Austausch mit den Nutzern findet für diese vermeintlich banalen Ausstattungsgegenstände nicht statt", moniert der Präsident der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT), Horst Träger.

Das Klischee "ist doch nur ´ne Tür" führe dazu, dass kaum etwas im Krankenhaus häufiger repariert, nachgebessert oder ausgetauscht werden müsse. Dass Patientenzimmer- und Badezimmertüren gegenläufig öffnen, dabei ramponiert, Patienten und Mitarbeiter gefährdet werden, sei ebenso an der Tagesordnung wie abgerissene Schlösser.

Funktionale Alleskönner

Türen verschaffen uns Zugang und Privatsphäre gleichermaßen. Im Gesundheitswesen sind diese grundlegenden Funktionen des beweglichen Bauelements zum Verschließen einer Öffnung, so die offizielle Definition einer Tür, mit vielen weiteren Anforderungen verknüpft: Allen voran Sicherheit, Robustheit, Orientierung und Ästhetik.

Ausgerechnet der für die Intimsphäre so wichtige Lärmschutz wird bei der Konzeption von Türen im Gesundheitswesen oft vernachlässigt. Für ein sicheres Passieren der Türen grundlegende Türkomponenten wie Klemmschutzvorrichtungen oder Türöffnungsbegrenzer werden ebenfalls oft erst eingeplant, nachdem etwas passiert ist. Gespart wird darüber hinaus immer wieder an der im Gesundheitswesen unerlässlichen Robustheit der Raumabschlüsse.

Das betrifft vor allem die Beschläge. Türdrücker und Scharniere sind ein Paradebeispiel für die Lebensweisheit 'wer billig kauft, kauft zwei Mal'. "Auf keinen Fall dürfen Türen zum Hindernis für unsere Patienten werden“, führt Träger weiter aus. Wichtige Sicherheitsanforderungen für den Rauch- oder Brandschutz müssten ebenfalls unbedingt eingehalten werden. Mit dem Einzug von Robotern in Gesundheitseinrichtungen werde außerdem die Automatisierung der Türen voranschreiten.

Mustergültige Türen

Im FKT-Leitfaden "Türen im Gesundheitswesen" hat die FKT-Arbeitsgruppe Türen sämtliche zu berücksichtigenden Kriterien übersichtlich zusammengefasst. Normative, funktionale oder Sicherheitsaspekte fanden dabei ebenso Berücksichtigung wie Ansprüche an Komfort, Optik und vor allen Dingen Langlebigkeit – vorerst für Patientenzimmertüren. Wissenswerte Informationen zu anderen Türen aus dem Gesundheitswesen folgen. Den Leitfaden finden Sie auf der Website der FKT: www.fkt.de

Onlineseminar

FKT-Online-Seminar „Türen im Gesundheitswesen – Patientenzimmertüren“

Im gleichnamigen FKT-Online-Seminar am 17. Juni von 16.00 bis 17.00 Uhr erörtern die Macher des Leitfadens „Türen im Gesundheitswesen“, was es bei Planung, Ausschreibung, Einbau, Abnahme und Betrieb von Patientenzimmertüren alles zu berücksichtigen gilt. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

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