Forschung -

Bundesministerium für Bildung und Forschung Zwei neue Zentren der Gesundheitsforschung: Standorte stehen fest

Die Deutschen Zentren für Psychische Gesundheit und Kinder- und Jugendgesundheit ergänzen die bestehenden sechs Zentren. Die Netzwerke mit Standorten in ganz Deutschland, sollen Volkskrankheiten besser bekämpfen und Forschungsergebnisse schneller in die Praxis bringen. Welche Klinikstandorte ausgewählt wurden.

Topic channels: Prävention und Versorgungsforschung

Optimale Forschungsbedingungen zu schaffen, um Volkskrankheiten zu bekämpfen, ist ein zentrales Anliegen der vom Bundesforschungsministerium geförderten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG). Denn nach wie vor ist die Zahl der Menschen, die an Volkskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Infektions-, Lungen- oder neurodegenerativen Erkrankungen leiden beziehungsweise neu erkranken, besorgniserregend. Die Deutschen Zentren tragen dazu bei, dass der Prozess vom Forschungsergebnis zur Anwendung beim Patienten optimiert und die Vorbeugung und Behandlung der Volkskrankheiten dadurch verbessert wird. Die aktuell bestehenden Zentren

  • Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
  • Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)
  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
  • Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)
  • Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK)

wurden nun um zwei neue Zentren erweitert: Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZP) und das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ). Auch die jeweiligen Standorte der neuen Forschungszentren wurden letzte Woche von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Die Standorte des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit

  • Berlin, Koordination: Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Bochum, Koordination: Ruhr-Universität Bochum
  • Jena, Koordination: Universitätsklinikum Jena
  • Mannheim, Koordination: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
  • München, Koordination: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Tübingen, Koordination: Universität Tübingen

Die Standorte des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit

  • Berlin, Koordination: Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Göttingen, Koordination: Georg-August-Universität Göttingen
  • Greifswald, Koordination: Universitätsmedizin Greifswald
  • Hamburg, Koordination: Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
  • Leipzig, Koordination: Universität Leipzig
  • München, Koordination: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Ulm, Koordination: Universität Ulm

"Deutschland hat eine exzellente Gesundheitsforschung. Mit dem Aufbau von zwei neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung für Psychische Gesundheit sowie für Kinder- und Jugendgesundheit möchte ich auch in diesen beiden wichtigen Gesundheitsbereichen die Spitzenforschung in Deutschland noch stärker voranbringen. Die neuen Standorte haben uns im Auswahlverfahren durch ihre herausragende Forschung von internationaler Strahlkraft überzeugt. Der jeweilige Zusammenschluss zu einem neuen Deutschen Zentrum der Gesundheitsforschung wird es ermöglichen, in den Bereichen psychische Gesundheit beziehungsweise für Kinder- und Jugendgesundheit die vorhandenen Expertisen noch besser zu bündeln und damit innovative Forschungs- und Behandlungsansätze schneller voranzubringen. Dies ist eine gute Nachricht für alle Patientinnen und Patienten und es bedeutet gleichzeitig einen weiteren Schub für die internationale Spitzenposition des Forschungsstandorts Deutschland" , sagte Karliczek bei der Bekanntgabe der Standorte.

Ablauf des Auswahlverfahrens der neuen Standorte

Aus 23 Standortbewerbungen für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit und 20 Standortbewerbungen für das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit hat das BMBF in einem mehrstufigen wettbewerblichen Verfahren jeweils die Standorte ausgewählt. Das BMBF hat seine Entscheidung auf Grundlage von Empfehlungen zweier internationaler Expertengremien getroffen. Die neuen Standorte sind ebenso wie die bestehenden Zentren aus Hochschulen, Universitätskliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammengesetzt, die regional eng miteinander zusammenarbeiten.

Standorte entwickeln nun Konzepte

Die ausgewählten Standorte werden nun in einer sechsmonatigen Konzeptentwicklungsphase ein Gesamtkonzept für das jeweilige neue Zentrum erarbeiten. Darin werden jeweils eine gemeinsame Strategie zur zukünftigen Forschung und Zusammenarbeit sowie konkrete inhaltliche, programmatische und strukturelle Ziele für den Aufbau des jeweiligen Zentrums erarbeitet. Die Konzepte sollen darauf ausgerichtet sein, Diagnostik, Behandlung und Prävention bei psychischen Erkrankungen beziehungsweise in der Kinder- und Jugendgesundheit zu verbessern. Die Konzepte werden anschließend abermals jeweils durch ein internationales Expertengremium geprüft. Das BMBF fördert die Konzeptentwicklung mit 500.000 Euro je Zentrum.

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