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Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation Neue Chance: mobile Reha künftig indikationsspezifisch

Nachdem im Versorgungsstärkungsgesetz 2015 die mobile wohnortnahe Rehabilitation verankert worden war, wurden vom GKV-Spitzenverband und den Krankenkassenverbänden Eckpunkte für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation mit Umsetzungshinweisen zur Ausweitung des Angebots „Mobile Rehabilitation“ veröffentlicht. Das teilt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation mit.

Themenseite: Reha kompakt
Neue Chance: mobile Reha künftig indikationsspezifisch
Patienten mit spezifischen Indikationen z.B. aus den Bereichen Onkologie, Orthopädie und Neurologie, können zukünftig zu Hause, im Pflegeheim und in der Kurzzeitpflege komplex-rehabilitativ behandelt... -

Zukünftig könnten Patienten aus den Bereichen Orthopädie/muskoskelettale Erkrankungen, Onkologie, Neurologie, Kardiologie und Pneumologie zu Hause, im Pflegeheim und in der Kurzzeitpflege komplex-rehabilitativ behandelt werden. Die Indikationskriterien für diesen Patientenkreis und die damit verbundenen konzeptionellen Anforderungen sind jetzt in einem Eckpunktepapier vom GKV-Spitzenverband und den Krankenkassenverbänden definiert. Auf dieser Grundlage könnten mobile, ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen mit den Krankenkassen in einer Anschubphase bis Ende 2021 eine Ergänzungsvereinbarung abschließen. Neugründungen eigenständiger mobiler geriatrischer Rehabilitationsdienste seien weiterhin möglich.

Reha-Möglichkeiten jetzt besser

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) begrüßt diese Entwicklung. Die Umsetzungshinweise würden helfen, eine Versorgungslücke zu schließen. „Denn in der praktischen Arbeit der mobilen geriatrischen Rehabilitationsdienste treffen wir immer wieder auf jüngere nicht geriatrische Patienten, die nur in ihrer eigenen häuslichen Umgebung und unter Einbeziehung ihres sozialen Umfelds erfolgreich rehabilitiert werden können“, heißt es in der Mitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft. Durch die neue Entwicklung erhöhten sich die Rehabilitationschancen dieser Zielgruppe deutlich. „Wir wünschen uns, dass jetzt viele Einrichtungsträger ihre Chance nutzen und mobile Rehabilitation anbieten, indem sie einen ergänzenden oder einen eigenständigen mobilen Dienst aufbauen“, ruft die BAG MoRe auf.

Die Eckpunkte für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation wurden unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) und der BAG MoRe gemeinsam entwickelt.

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