Digitalisierung -

Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik Neuartige Form der Dienstplanerstellung

Das Forschungsprojekt „GameOfRoster“ soll die Erstellung von Dienstplänen für Pflegeberufe revolutionieren. Das Projekt läuft noch bis Ende März 2020.

Themenseite: Digitalisierung

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt stetig an, was auch Herausforderungen für die Pflegefachkräfte birgt. Die Schichtarbeit beeinträchtigt das Leben durch hohe körperliche und psychische Belastungen. Das Forschungsprojekt „GameOfRoster“ (deutsch: Spiel des Dienstplans,  GamOR) des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), der Protestantischen Altenhilfe Westpfalz, des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA), der Universität Siegen, der SIEDA GmbH sowie der ergosign Ergonomie und Design GmbH soll darum die Dienstplanerstellung so einfach und unkompliziert wie möglich machen. Dafür soll die fertige Software eine Vielzahl an spielerischen Elementen enthalten.

Die Koordination des Projekts liegt beim Fraunhofer ITWM. „In den Pflegeberufen ist es besonders wichtig, eine Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu finden. Das zentrale Ziel unseres Projekts ist, die Arbeitsbedingungen durch bessere Planung aktiv zu verbessern“, sagt Dr. Sebastian Velten, Verbundkoodinator des Projektes. Größte Herausforderung sei es, die Komplexität eines Dienstplanes und die Wünsche der einzelnen Mitarbeiter in einer Software umzusetzen. Kombinatorische Modelle und Algorithmen bilden die mathematische Grundlage um die Dienstpläne zu generieren.

Der erste Prototyp wird beim Projektpartner, der Protestantischen Altenhilfe Westpfalz, getestet werden. Ähnlich wie in der Vergangenheit können die Mitarbeiter in einem Wunschbuch eintragen, wann sie private Termine haben bzw. gerne frei hätten. Das System rechnet dann den idealen Dienstplan aus. Ist ein Mitarbeiter noch nicht zufrieden oder ändert sich etwas in seiner Planung sei eine Änderung ohne weiteres möglich. Die Software macht dabei transparent, welche direkten Auswirkungen diese im Verlauf des Arbeitsmonats haben.

Bevor GamOR für weitere Einrichtungen verfügbar sein wird, müssen diese das Projektende im Jahr 2020 abwarten.

© hcm-magazin.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen