Politik -

MV: Gremium zu sektorenübergreifenden Fragen hat sich konstituiert

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) ist erstmals das gemeinsame Gremium mit Krankenkassen, Ersatzkassen, Kassenärztlicher Vereinigung, der Krankenhausgesellschaft, den Kommunalen Spitzenverbänden sowie Patientenvertretern zusammengekommen. Es soll sich um sektorenübergreifende Fragen der Gesundheitsversorgung kümmern.

"Es ist mir wichtig, mit allen Beteiligten an einem Tisch zu sitzen und so die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern – vor allem im ländlichen Raum – gemeinsam zu gestalten", erklärt Gesundheitsministerin Birgit Hesse (SPD) nach der ersten Sitzung des Gremiums. Gerade die Tatsache, dass auch Patientenvertreter eingebunden seien, werte die Runde auf. Hesse betont, angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung und zunehmend dünner besiedelten Landesteilen sei es wichtig, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der medizinischen Versorgung – also z.B. Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten – zu stärken. "Wir werden künftig eingefahrene Wege überdenken müssen, um der Bevölkerung auch noch in Jahren eine qualitativ hochwertige und vor allem erreichbare Medizin zu bieten", sagt die Ministerin.

Das so genannte § 90a-Gremium, benannt nach dem Paragraphen 90a des Sozialgesetzbuches V, dient dazu, Fragen der Gesundheitsversorgung voran zu bringen, die nur sektorenübergreifend gelöst werden können. Dies betrifft z.B. Fragen wie die Fortsetzung einer Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

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