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conhIT 2018 Mitten in der digitalen Transformation

Das Ob wird zwar immer noch diskutiert, aber im Grunde ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen angekommen. Sie hat sozusagen den Fuß in der Tür. Warum also nicht ganz reinlassen und das volle Potenzial nutzen? Auf der Healthcare-IT-Fachmesse in Berlin erfahren Verantwortliche von Healthcare-Einrichtungen, wie es geht.

Topic channels: Digitalisierung und Telemedizin

Als fester Bestandteil in den Arbeitsabläufen kann IT den Einrichtungsalltag unterstützen. Sie kann sogar dabei helfen, Sektorengrenzen abzubauen und die einrichtungs- und fachlich übergreifende Patientenversorgung zu gewährleisten. Mit dieser Aussage anlässlich der bevorstehenden conhIT 2018 hat Jens Naumann, Vorstandsvorsitzender des veranstaltenden Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg e.V.), mehr als nur Recht. Er spricht damit einen entscheidenden Punkt an, der an der einen oder anderen Stelle durchaus zu Hemmungen gegenüber der Digitalisierung führen dürfte: sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Versorgung im Sinne des Patienten. Alle sprechen zwar davon und geben vor, es zu wollen, aber richtig in Schwung kommt dieses Ziel nur bei einigen wenigen. „Dazu bedarf es eines offenen Diskurses zwischen der Industrie, der Politik, der Selbstverwaltung, den Ärzten und der Wissenschaft über Anforderungen, Chancen und auch Risiken der IT-Nutzung“, erklärt Naumann. Eine durchaus geeignete Plattform dafür dürfte wieder die conhIT werden.

Die Veranstalter haben das Kongressprogramm unter das Motto „Transforming Healthcare“ gestellt und u.a. folgende Themenschwerpunkte gesetzt:

  • der Nutzen der digitalen Transformation des Gesundheitswesens für die ärztliche Profession,
  • die Überwindung sektoraler Grenzen in der patientenzentrierten Versorgung,
  • die Steuerung digitaler Prozesse im Entlassmanagement sowie
  • die Chancen der Digitalisierung in der Pflege.

Die Teilnehmer erwarten an den drei Veranstaltungstagen ( 17. bis 19. April) 18 verschiedene Sessions, die den Informations- und Weiterbildungsbedarf der Branche decken sollen. Als Referenten dazu werden auch (inter)nationale Experten erwartet wie Oliver Bruzek der CompuGroup zur Frage, wie Deutschland den Anschluss an die digitale Gesundheitsversorgung (zurück)gewinnt, Dr. Lawrence Friedmann von UC San Diego Health über die globalen Perspektiven des Austauschs von Gesundheitsdaten und Gertrud Türk-Ihli von den medius Kliniken über den Wertbeitrag der IT-Unterstützung bei der Modellierung und Steuerung von Medikationsprozessen zur besseren Patientensicherheit. Je einen halben Tag lang Input zu

  • IT-Systemen für die Pflegeplanung und -dokumentation,
  • die EU-Datenschutz-Grund-verordnung,
  • die Medical Device Regulation und
  • Fast Healthcare Interoperable Resources und Clincial Document Architecture

bekommen die Teilnehmer der conhIT-Akademie.

Mit diesem umfassenden Programm dürfte die Kongressmesse kaum ein Thema der Healthcare-IT unbeachtet lassen und so einige offene Fragen nach dem direkten Nutzen digitaler Prozesse beantworten.

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