Digitalisierung -

"Future Care and Services" Mit New Work in die Zukunft der Pflege

Wie kann agiles Arbeiten auch in der Pflege ankommen? Unter Leitung des Fraunhofer IAO erforschen Akteure aus Altenhilfe, Versicherung und Technologie in einem neuen Projekt, wie das gelingen kann. Interessierte können noch in den Forschungsverbund einsteigen.

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Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie systemrelevant Pflegeberufe sind und sie macht Probleme, die schon vor der Krise existent waren, sichtbarer denn je. Pflegerische Leistungen werden abgearbeitet, das Potenzial der Pflegekräfte wird durch starre Abläufe ausgebremst. Für eine engagierte Ausgestaltung braucht es jedoch Freiräume für die Pflegenden, sich in ihren Möglichkeiten einzubringen und kreativ zu sein.

Die Zukunft der Pflegebranche muss agiler und attraktiver werden. »New Work« kann dabei ein vielversprechender Ansatz sein. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO startet deshalb das Verbundprojekt »Future Care and Services (FuCaSe)«, um für die Pflegebranche innovative Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Wesentliche Themen für die Zukunft der Pflege sind

  • die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort,
  • Selbstorganisation,
  • eine neue Führungskultur sowie
  • smarte digitale Werkzeuge.

Pflegerische Tätigkeiten mit New Work neu denken

In der ersten Phase des neuen Verbundforschungsprojekts fokussiert sich das Konsortium auf eine »attraktive und adaptive Pflege«. Hierzu werden Good Practices zu »New Work« verschiedenster Branchen analysiert und deren Potenziale für die Altenpflege bewertet. Anhand einer groß angelegten Online-Befragung werden die Nachfrage und auch die nötige Innovationsbereitschaft unter den Pflegekräften erhoben und in »FuCaSe«-Skizzen überführt.

Um die Bedarfe und die Potenziale konkret zu diskutieren, werden bei den Projektbeteiligten interne Strategie-Workshops durchgeführt. Der Blick wird sowohl auf eine neue Arbeitsorganisation gerichtet, als auch auf eine neue Art der Dienstleistungserbringung, z. B. mit der Frage, welche Leistungen sich flexibilisieren oder durch den Einsatz neuer Technologien unterstützen lassen. Pflegerische Tätigkeiten und Versorgungsdienstleistungen werden in diesem Forschungsverbund neu gedacht und innovativ ausgestaltet. Parallel dazu werden kontinuierlich Technologie-Trends erhoben und ihre Anwendbarkeit auf die pflegerische Praxis hin überprüft.

Forschungsverbund: interdisziplinäre Vernetzung und Praxisnähe

Durch die Zusammenarbeit von Praxispartnern aus der Altenhilfe, mit Technologieunternehmen und Kostenträgern soll die zukünftige Versorgung über 18 Monate in all ihren Facetten gedacht und ermöglicht werden. Als Verbundforschung wird das Projekt gemeinsam von den Projektbeteiligten finanziert. Die Inhalte werden aus den jeweiligen Perspektiven mitgestaltet und leben vom vielfältigen Input. Interessierte Akteure aus der Pflege- und Versicherungsbranche sowie Technologieunternehmen haben noch die Möglichkeit, sich am Forschungsverbund zu beteiligen.

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