Corona-Pandemie -

Tiplu Mit "Momo" Verläufe von Coronapatienten vorhersagen

Eine spezielle Medizincontrolling-Software ermittelt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Coronapatient beatmet werden muss. Mittels KI wertet "Momo" dafür Labor- und Messwerte, Arztbriefe und Altfalldaten aus. Aber auch die Erforschung des Virus soll so vorangetrieben werden.

Topic channels: Corona-Pandemie und Controlling

Softwareanbieter Tiplu hat in über 250 deutschen Krankenhäusern, darunter neun universitäre Standorte, das Medizincontrolling-Produkt Momo installiert. Das System ist in der Lage, über standardisierte Schnittstellen eine strukturierte elektronische Patientenakte aus dem KIS und den Subsystemen zur Verfügung zu stellen. Diese Daten - von der Anamnese über Labor- und Messwerte, Befunde und Berichte bis hin zu Arztbriefen und Altfalldaten - lassen sich über eine semantische Analyse und Maschinelles Lernen automatisiert, schnell und kostengünstig analysieren.

So können Prädiktionsmodelle entstehen und Risikofaktoren identifiziert werden. Vorhersagen, beispielsweise, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein COVID-19-Patient beatmet werden muss oder mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Patient voraussichtlich intensivpflichtig werden wird, sind so möglich. Daraus lassen sich entsprechende Ressourcen- und Kapazitätsplanungen personell und strukturell (z.B. hinsichtlich Intensivkapazitäten) ableiten, um die Patienten adäquat therapieren zu können.

Individuelle Risikoeinschätzung für Patienten

„Unsere Prädiktionen beinhalten stets eine Begründung, z.B. welcher Laborwert bzw. welche Vorerkrankungen des Patienten wie stark zum individuellen Risiko beitragen. Dieser Ansatz ermöglicht medizinisch relevante, quantitative Einsichten zu Risikofaktoren, sowohl fallbezogen als auch für eine Population“, sagt Dr. rer. nat. Moritz Augustin, Leiter Maschinelles Lernen, in der Tiplu Zweigniederlassung Berlin.

Daten können helfen, Corona zu erforschen

Da die Analysen in den jeweiligen Krankenhäusern durchgeführt werden, wird den datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu jeder Zeit Rechnung getragen. Die Ergebnisse der Datenanalysen lassen sich über ein spezielles Verfahren deutschlandweit anonymisiert zusammenführen und auswerten (z.B. im Forschungsnetzwerk der Uniklinika gegen COVID-19).

Tiplu übernimmt per Fernwartungszugang die Einrichtung der Schnittstelle zum KIS und sorgt für die Wartung des Servers und der Schnittstelle in Abstimmung mit Ihrer IT. Zudem kann ein Grafikkarten-Server bei Bedarf kurzfristig durch Tiplu beschafft werden.

© hcm-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen