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Mit dem Thüringen Stipendium gegen den Ärztemangel

Ein neues Programm fördert die Weiterbildung von Ärzten in Thüringen. Die Initiatoren fordern dafür Unterstützung von der Landesregierung. Das Thüringen Stipendium soll bald Ärzte in den Freistaat locken.

Themenseite: Fachkräftemangel

Schlau für Thüringen – so heißt ein neues Konzept, mit dem in Thüringen die Weiterbildung von Ärzten gefördert werden soll. Zu den Initiatoren des Projekts gehören die AOK Plus, die Kassenärztliche Vereinigung (KVT), die Landesärztekammer (LÄKT) und die Landeskrankenhausgesellschaft (LKGT) .

Das Konzept sieht vor, für angehende Fachärzte an den Thüringer Kliniken zusätzliche Weiterbildungsstellen einzurichten. Darüber hinaus soll bereits während der fachärztlichen Weiterbildung eine umfassende praktische Tätigkeit in Arztpraxen vor Ort ermöglicht werden. Geplant ist auch, die Weiterbildungsabläufe optimal zu koordinieren und Weiterbildungsverbünde zur persönlichen Betreuung einzurichten.

Stipendium als Anreiz für Ärzte

Zudem soll es das sogenannte Thüringen Stipendium geben. Die Initiatoren von "Schlau für Thüringen" wollen damit einen finanziellen Anreiz für Ärzte schaffen, damit diese sich frühzeitig für eine Tätigkeit im Freistaat entscheiden.

Ziel der Aktion ist es, Ärzte in besonders dringend benötigten Facharztgruppen auszubilden. Die Initiatoren zeigen sich überzeugt, dass das Konzept ein "weiterer strategischer Meilenstein zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in Thüringen" sein kann.

Mit den bereits bestehenden Initiativen und der seit fünf Jahren erfolgreichen Stiftung "Ambulante Versorgung in Thüringen" habe Thüringen das Know-how für die operative Umsetzung des neuen Konzeptes, heißt es.

Brief an die thüringische Sozialminsterin

AOK Plus, KVT, LÄKT und LKGT rufen die Landesregierung zur Unterstützung auf. In einem gemeinsamen Brief wandten sich Dr. Annette Rommel (KVT), Dr. Gundula Werner (LKGT), Rainer Striebel (AOK Plus), und Dr. Mathias Wesser (LÄKT) an Sozialministerin Heike Taubert (SPD). Darin heißt es, dass "nur gemeinsam der Schulterschluss zu einer dauerhaften und guten medizinischen Versorgung gelingen kann".

Darüber hinaus betonen die Initiatoren, dass sie bereit seien, ihren finanziellen Beitrag zu leisten. Im Gegenzug erwarten sie von der Landesregierung aber auch, dass sie Verantwortung übernehme. Schließlich könne ein solch "dickes Brett" nur "gemeinsam gebohrt werden.

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