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Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie Mehr als 30.000 Schwerverletzte

Das TraumaRegister DGU hat im vergangenen Jahr 30.557 Schwerverletzte in Deutschland verzeichnet. Darunter seien mehr Senioren als bisher.

Themenseite: Reha kompakt

Die Zahlen des TraumaRegisters sind bekannt: „Die Bilanz zeigt, dass der Anteil schwerverletzter Senioren kontinuierlich zunimmt“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) Prof. Dr. Reinhard Hoffmann. 72 Prozent der erfassten Schwerverletzten sind Männer mit einem durchschnittlichen Alter von 51 Jahren. 26 Prozent sind älter als 70 Jahre – vor zehn Jahren war dieser Wert halb so hoch. Aufgrund des demografischen Wandels erwartet die DGU einen stetigen Anstieg von Alterstrauma-Patienten bis zum Jahr 2050.

Oberschenkelhalsbruch oft problematisch

Die hochbetagten Sturzpatienten wiesen in der Regel zwei schwere Verletzungen auf: Häufig erlitten sie einen Oberschenkelhalsbruch. Viele seien so ungünstig gefallen, dass beispielsweise eine schwere Kopf- oder Brustkorbverletzung hinzukommt. Aber auch der oft ohnehin gebrechliche Allgemeinzustand führe zusammen mit der Verletzung am Oberschenkel zu einer oftmals lebensbedrohlichen Situation.

Für eine bessere Versorgung: Initiative AltersTraumaZentrum DGU

Um eine optimale unfallchirurgische Versorgung älterer Menschen zu ermöglichen, hat die DGU 2014 die Initiative AltersTraumaZentrum DGU gegründet. Aktuell seien deutschlandweit 50 dieser Zentren zertifiziert, über 150 hätten sich bereits dazu angemeldet.

Um die Rehabilitation unfallgeschädigter betagter Patienten zu verbessern, hat die DGU Richtlinien für die optimale Versorgung erarbeitet. Kliniken, die diese erfüllen, können sich zertifizieren lassen.

Am TR-DGU beteiligen sich aktuell insgesamt 615 deutsche Traumazentren.

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