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Schleswig-Holstein Medizinischer Dienst bestätigt weniger Behandlungsfehler

Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nord (MDK) haben in Schleswig-Holstein und Hamburg im vergangenen Jahr 199 Behandlungsfehler bestätigt.

Das sei knapp ein Viertel (23,5 Prozent) aller stichhaltigen Vorwürfe gewesen, teilte der MDK am Donnerstag (25.06.2020) mit. 2018 waren noch 235 Behandlungsfehler bestätigt worden. Nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlen gab es nicht.

Zunächst prüfen Gutachter, ob ein angezeigter Verdacht auch aus medizinischer Sicht stichhaltig ist. Ist dies der Fall, folgt ein ausführliches Gutachten. 2019 filterten die Gutachter aus 3.271 Verdachtsfällen 846 stichhaltige Behandlungsfehler-Vorwürfe heraus.

2018 waren es 904. «Hinter jedem dieser Fälle steht der Leidensdruck eines Patienten, der sich von der MDK-Begutachtung eine objektive Überprüfung seiner Vorwürfe erhofft - und diese auch erwarten kann», sagte Fachbereichsleiter Dimitrios Psathakis.

Die meisten der bestätigten Behandlungsfehler entfielen 2019 laut MDK mit 24,1 Prozent auf den Bereich der Unfallchirurgie und bei orthopädischen Operationen. 10,6 Prozent der Fehler passierten in der Frauenheilkunde, 7 Prozent in der Zahnheilkunde, 5,5 Prozent in der Neurochirurgie und 4,5 Prozent in der Pflege.

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