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Jobmatch.me Matchen statt bewerben: Start-up will Jobsuche in der Pflege revolutionieren

"Ihr seid ein Match" – aber nicht der passende Partner wird gesucht, sondern der neue Traumjob. Die Plattform Jobmatch.me kommt ohne Anschreiben und Lebenslauf aus und will durch intelligentes Matching die Hürden für Bewerbungen senken.

Themenseite: Fachkräftemangel

Die anhaltende Covid-19-Pandemie erzeugte eine breite mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Gesundheits- und Pflegebranche. Der Fachkräftemangel sowie der akute Pflegenotstand und das überlastete Personal rückten dabei einmal mehr in den Fokus der Berichterstattung. Einen neuen Ansatz zur Bewältigung dieser Probleme und zur Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe für zukünftige und aktuelle Fachkräfte hat das Start-up Jobmatch.me entwickelt.

Dazu hat es den hemmenden Prozess der Bewerbung neu entwickelt, um so eine nachhaltige Veränderung für die Branche zu erwirken. Diese Lösung konnte das Hamburger Unternehmen bereits während der Pandemie durch die Deutschland-Helfer-Aktion unter Beweis stellen: Innerhalb von zwei Monaten registrierten sich über 3.200 Pflegekräfte, um schnell und unkompliziert ihre Hilfe dort anzubieten, wo sie gebraucht wurde.

Bewerber erstellen Profil

Jobmatch.me hat den Bewerbungsprozess gänzlich neu gedacht, indem es den Prozess auf seiner Plattform für Fachkräfte digitalisiert hat und so ohne gängige Bewerbungsunterlagen auskommt. Statt Lebenslauf und Anschreiben zu verlangen, werden bei der Registrierung Informationen zu Schlüsselthemen erfragt, u.a.

  • Was suchst Du?
  • Was bietest Du?
  • Wie tickst Du?

Per Klick werden relevante Erfahrungen, Ausbildung sowie Wünsche und Gehaltsvorstellung der Fachkräfte automatisch in einem individuellen Profil erfasst. Der intelligente Algorithmus der Plattform berechnet daraus, welche Stellenanzeigen für Kandidaten relevant sind. Dabei lernt die intelligente Plattform mit jeder Bewerbung, welche Vorlieben und Wünsche der Fachkräfte zu welchen Angaben von Unternehmen passen – ein Prozess den das Start-up "Job-Matching" taufte. Für die Fachkraft entfällt damit die Suche durch klassische Stellenanzeigen und die Bewerbungsunterlagen werden automatisiert erstellt. Unternehmen erhalten nach der Bewerbung alle relevanten Informationen der Bewerber übersichtlich und auf das wesentliche reduziert dargestellt.

Zeitersparnis durch Matching-Prinzip

Auf der Bewerberseite spart der trainierte Algorithmus signifikant Zeit. So ermöglicht das intelligente Matching Fachkräften die Bewerbung auf mehrere Jobangebote in lediglich zehn Minuten – eine Zeitersparnis von 90 Prozent. Immerhin nimmt eine klassische Bewerbung mit durchschnittlich eine Stunde je Bewerbungen und rund 18 Bewerbung bis zur erfolgreichen Anstellung deutlich mehr Zeit in Anspruch. Der Zeitaufwand, welcher durchaus als Hürde für den Einstieg in die Branche oder den Jobwechsel einer Fachkraft auszumachen ist, kann somit relativiert werden.

"Der Stellenmarkt hat sich seit Jahrzehnten nicht grundlegend geändert und die derzeitigen Ausschreibungsmechanismen sind sehr träge. Fachkräfte beschäftigen sich oftmals weniger mit Karriereoptimierungen und verbringen daher weniger Zeit in Karrierenetzwerken. Das macht es für sie schwieriger, den oder die passende/n Arbeitgeber*in zu finden. Schließlich ist der Stellenmarkt extrem intransparent. Auf Arbeitgeberseite besteht außerdem die Herausforderung, dass es zunehmend schwieriger wird, genügend Bewerber*innen durch Anzeigen anzusprechen", sagt Daniel Stancke, Gründer und CEO von Jobmatch.me.

So funktioniert die Jobsuche auf Jobmatch.me

Bessere Vergleichbarkeit der Arbeitgeber und Bewerber

Zu Beginn einer jeden Beschäftigung oder sogar vor dem Einstieg in das Berufsleben steht der Bewerbungsprozess. Das klassische Konzept der Stellenanzeige, des Anschreibens und Lebenslaufs schafft jedoch zunehmend ein ineffizientes Konstrukt, dem es an Transparenz mangelt. Stancke gibt zu bedenken: "Themen wie Unternehmenskultur, Benefits für Mitarbeiter*innen und ein den Vorstellungen entsprechendes Gehalt sind mittlerweile die wesentlichen Punkte, die zu einer Bewerbung führen. Hierdurch können sich Unternehmen voneinander abheben und einen tatsächlichen Mehrwert schaffen. Diese Eigenschaften jedoch in einer von unzähligen Stellenausschreibungen hervorzuheben ist schwierig. Durch das Matching-Verfahren und den übersichtlichen Aufbau unserer Plattform schaffen wir die Transparenz und Vergleichbarkeit, die Fachkräfte verlangen."

Tatsächlich kann durch diese Verbesserung des Bewerbungsprozesses die Attraktivität der Branche langfristig deutlich gesteigert werden. "Durch den neuen Prozess schaffen wir es, den Einstieg in die Branche zu erleichtern und Hürden abzubauen. Das ist ein wesentlicher Schritt, die Branche für Interessenten zu öffnen", fügt Stancke hinzu.

Hürden senken, mehr Bewerbungen erhalten

Auch für Geschäftskunden ensteht durch die Nutzung von Jobmatch.me ein wesentlicher Vorteil. So erhalten Unternehmen mit der Plattform eine einfache und intuitive Lösung, passende Fachkräfte zu finden, denn auch Geschäftskunden erstellen Anzeigen durch die Beantwortung der Fragen nach

  • Was suchen Sie?
  • Was bieten Sie?
  • wie ist die Firmenkultur?

Der Aufwand kann dadurch auch auf Arbeitgeberseite deutlich minimiert werden. Im Unterschied zu klassischen Stellenausschreibungen macht es die Jobplattform den Bewerbern so einfach wie möglich sich zu bewerben. Arbeitgeber können dadurch die Hürden senken und mehr Bewerbungen erhalten. Zudem können durch die Unterstützung des Jobmatch.me-Teams die eigenen Anzeigen optimiert werden. "Durch die hohe Anzahl an Pflegekräften auf unserer Plattform konnten wir ausschlaggebende Anhaltspunkte für eine Bewerbung analysieren und unterstützen unsere Kund*innen dahingehend, ihr Angebot für Pflegekräfte attraktiver zu gestalten", meint Stancke.

Bereits über 30.000 Pflegekräfte sind auf der Plattform registriert und über 5.000 Bewerbungen laufen derzeit. Für Pflegekräfte ist die Registrierung und Bewerbung über Jobmatch.me kostenfrei. Im Vergleich zu einer Stellenanzeige zahlen die Geschäftskunden nicht vorab einen Festpreis, sondern je erhaltener Bewerbung.

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