Main-Taunus-Kreis: Grünes Licht für Fusion

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Der Weg für einen Klinikverbund im Rhein-Main-Gebiet ist frei. Das Bundeskartellamt hat entschieden, dass die Kliniken des Main-Taunus-Kreises und das städtische Klinikum Höchst fusionieren können.

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„Im Gebiet Main-Taunus/Höchst sind die Beteiligten die mit Abstand führenden Anbieter von akutstationären Krankenhausdienstleistungen“, sagt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Es habe sich aber gezeigt, „dass auch die benachbarten Frankfurter Kliniken für die Patienten aus der Region eine ernsthafte Alternative darstellen, so dass wir das Vorhaben im Ergebnis freigeben konnten.“

Das Klinikum Frankfurt-Höchst ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und Lehrkrankenhaus der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. In 15 Fachabteilungen mit 989 Planbetten werden dort über 30.000 Patienten im Jahr behandelt. Die Kliniken des Main-Taunus-Kreises betreiben westlich von Frankfurt am Main ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit zwei Standorten in Bad Soden und Hofheim. Das Haus in Bad Soden verfügt über 337 Planbetten und sieben Fachabteilungen, das in Hofheim über 167 Planbetten in den Fachabteilungen für Geriatrie und Innere Medizin (Pneumologie) sowie in der Stroke Unit. An beiden Standorten werden insgesamt über 19.000 Patienten jährlich stationär behandelt.

Rund ein Drittel der aus dem Gebiet Main-Taunus/Höchst stammenden Patienten lässt sich in einem der Krankenhäuser in der Stadt Frankfurt behandeln. Größter Wettbewerber ist das Universitätsklinikum Frankfurt am Main vor den Frankfurter Stiftungskrankenhäusern. Ferner nutzen insbesondere die Patienten aus der südlichen Region Main-Taunus/Höchst auch Kliniken in Wiesbaden und Rüsselsheim.