Corona-Pandemie -

Berufsverband der Deutschen Chirurgen Chirurgen fordern planbare OPs weiterzuführen

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) warnt davor, im November erneut geplante OPs zu verschieben. "Ein zweiter Stau elektiver Operationen ist den Patienten nicht zuzumuten", sagt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer, Präsident des BDC.

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Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen fordert im Zuge eines zweiten Lockdowns planbare Operationen und Interventionen in erforderlichem Umfang unter strenger Indikationsstellung weiterzuführen. "Wir sollten aus den Erfahrungen, die wir im Frühjahr dieses Jahres mit Sars-CoV-2 gemacht haben, lernen und die stationäre Versorgung so lange wie möglich für weitere schwere elektive Krankheitsbilder offen halten", so Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Chirurgen. "Aktuell sind wir dabei, die aufgeschobenen Operationen nachzuholen. Ein zweiter Stau elektiver Operationen ist den Patienten nicht zuzumuten."

Regelbehandlungen reduzieren, aber nicht streichen

Es ist unstrittig, dass angesichts der Dynamik des Infektionsgeschehens Kapazitäten für die Behandlung von COVID-Patienten freigehalten werden müssen. Das bedeutet auch, dass Stationen der Regelversorgung teilweise umgewidmet werden und geschultes Personal an anderer Stelle eingesetzt werden muss. Dies hat zur Folge, dass Regelbehandlungen reduziert, aber eben nicht vollständig eingestellt werden sollten. "Niemand sollte wegen COVID sterben, ohne daran erkrankt zu sein".

Infektionsgeschehen in stationären Alltag integrieren

"Da wir voraussichtlich noch eine längere Zeit mit dem Virus leben müssen, geht es jetzt in der zweiten Welle darum, wie wir das Infektionsgeschehen in den stationären Alltag integrieren", so Meyer. "Denn auch Krankenhäuser mit ihrem dort tätigen Personal sind öffentliche Räume", so Meyer. "Deswegen setzen wir auf eine aufgeklärte Bevölkerung und den besonderen Schutz der Risikogruppen, ohne die weiterhin erforderlichen Therapien gänzlich auszusetzen."

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