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Brandenburg Linke fordert 14,50 Euro Mindestlohn in der Pflege

Fachkräfte für die Pflege von Kranken und Senioren werden in vielen Kliniken und Senioreneinrichtungen händeringend gesucht. Die Linke fordert eine bessere Bezahlung und mehr Qualität in der Pflege.

Die Brandenburger Linke hat einen Pflegemindestlohn von 14,50 Euro und einen flächendeckenden Tarifvertrag gefordert. "Das sogenannte Sofortprogramm der neuen Bundesregierung für zusätzlich 8.000 Pflegekräfte ist angesichts des tatsächlichen Bedarfs nicht mehr als ein schlechter Witz", kritisierte Landesgeschäftsführer Stefan Wollenberg am Samstag, 12. Mai 2018, in Potsdam. Mit Infoständen vor Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in fünf Brandenburger Städten machten die Linken am Tag der Pflege am Samstag auf den Personalmangel in der Kranken- und Altenpflege aufmerksam. Damit beteiligen sich die Brandenburger an einer bundesweiten Aktion der Linken.

"Allein in Brandenburg werden nach einer Berechnung des Arbeits- und Sozialministeriums bis 2040 etwa 23.000 zusätzliche Fachkräfte nur in der Altenpflege benötigt", so Wollenberg weiter. Zur besseren Betreuung der Kranken und Senioren fordert die Linke einen verbindlichen Personalschlüssel, der das Verhältnis von Pflegekraft und Zahl der Patienten vorschreibt. Doch schon jetzt ist der Arbeitskräftemangel in der Altenpflege in Brandenburg sehr hoch. Wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag ergeben hat, waren im vergangenen Jahr in der Mark im Durchschnitt 893 offene Stellen für Fachkräfte und Helfer gemeldet. Auf jeweils 100 offene Stellen kamen 21 gemeldete Arbeitslose mit entsprechender Qualifikation.

Auch in Berlin demonstrierten am Samstag Hunderte Menschen bei einem "Walk of Care" für bessere Arbeitsbedingungen und eine menschenwürdige Pflege. Die Teilnehmer forderten u.a. einen gesetzlich festgeschriebenen Personalschlüssel, Fort- und Weiterbildungen als Pflicht sowie mehr Zeit für eine gute Ausbildung.

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