Politik -

Laumann setzt sich für Hausarztzentrierte Versorgung ein

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Karl-Josef Laumann, hat sich auf einer Veranstaltung des Deutschen Hausärzteverbandes dafür ausgesprochen, Hausarztzentrierte Verträge (HZV) in den Bundesländern auszuweiten.

"Die hausarztzentrierte Versorgung muss endlich flächendeckend umgesetzt werden", sagt Laumann bei der Informationsveranstaltung in Köln. "Mit dem Koalitionsvertrag ermöglichen wir kreative Verträge mit dem Ziel, den Patienten regional bestmögliche Angebote zu machen." Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, sagt mit Blick auf die jetzt vom Bundestag verabschiedete Gesetzesnovelle, die ab 1. April den Abschluss von HZV-Verträgen erleichtern soll: "Den Versicherten wird die Option eröffnet, sich in HZV-Verträge einzuschreiben, deren Leistungen über denen in der Regelversorgung liegen, und die beispielsweise in Baden-Württemberg sowohl von den Patienten als auch von den Hausärzten als bessere Alternative bewertet werden."

Bisher beteiligten sich bundesweit rund 16.000 Hausärzte und etwa 3,3 Millionen GKV-Versicherte an den gegenwärtig 545 bestehenden HZV-Verträgen, heißt es aus dem Verband. Weitere 23 Verträge mit Krankenkassen würden momentan verhandelt. "Ziel der Hausarztverbände ist die bundesweit flächendeckende hausarztzentrierte Versorgung der Bevölkerung mit intelligenten IT-Lösungen zu unterstützen", sagt Hauptgeschäftsführer Eberhard Mehl.

Auf der Veranstaltung waren Ärzte, Vertreter aus dem Gesundheitswesen und der Stadt Köln zusammengekommen, um sich über die künftige Gestaltung der hausärztlichen Versorgung in Deutschland auszutauschen.

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