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Großbritannien Lange Wartezeiten für Schwerkranke in britischen Notaufnahmen

Immer mehr Schwerkranke müssen in britischen Notaufnahmen stundenlang auf ein Bett warten. Das geht aus Statistiken des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS hervor.

Themenseite: Health&Care International

Gestern, am 8. Februar 2018, wurden Statistiken des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health System) veröffentlicht, die zeigen, dass immer mehr Schwerkranke in britischen Notaufnahmen stundenlang auf ein Bett warten müssen.

Fast jeder fünfte Schwerkranke – 81.000 von 390.000 Patienten - musste sich im Januar 2018 in England mehr als vier Stunden gedulden, bis er ein Bett bekam. Über 1.000 Patienten warteten in Fluren von Notaufnahmen auf Krankentragen sogar über zwölf Stunden. Das seien die schlechtesten Zahlen seit Beginn der Statistiken im Jahr 2010.

In den vergangenen Wochen waren bereits Zehntausende Operationen in England gestrichen worden, weil es an Betten und Personal fehlte. Auch Herz- und Krebspatienten waren davon betroffen. Der weitgehend über Steuern finanzierte NHS steckt nach Ansicht von Gesundheitsexperten wegen „chronischer Unterfinanzierung“ in einer Krise; in diesem Winter ist die Lage besonders schlimm. Mediziner berichteten, dass Kranke sogar auf den Fluren von Kliniken sterben.

Der Chef-Ökonom Prof. John Appleby von der Denkfabrik Nuttfield Trust sagte, der NHS platze aus allen Nähten. Die Entwicklung zeige, dass „die Korridore die neuen Notaufnahmen geworden sind“.

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