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Warnstreik der Ärzte an kommunalen Kliniken Kundgebung in Frankfurt

Protest in weißen Arztkitteln: Mehrere Tausend Klinikärzte aus ganz Deutschland haben während eines eintägigen Warnstreiks in Frankfurt demonstriert. Ihnen geht es vor allem um den Bereitschaftsdienst.

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Mehrere Tausend Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet haben am Mittwoch (10.04.2019) in Frankfurt eine Wiederaufnahme von Tarifgesprächen für die Mediziner in kommunalen Kliniken gefordert.

Auf der bundesweit zentralen Kundgebung während eines eintägigen Warnstreiks ging es ihnen v.a. um verbesserte Regelungen für den Bereitschaftsdienst. «Nur gesunde Ärzte können kranken Patienten helfen», betonte einer der demonstrierenden Ärzte mit Blick auf die Belastungen langer Bereitschaften am Wochenende. Andere wiesen auf Transparenten und Plakaten auf Hunderte unbezahlter Überstunden hin, die sie bereits angesammelt haben.

Der Marburger Bund, die gewerkschaftliche Interessenvertretung der Ärzte, strebt nach den bisherigen gescheiterten Tarifgesprächen v.a. neue Voraussetzungen für die Bereitschaftsdienste an. Dabei geht es u.a. um zwei freie Wochenenden pro Monat und klare Höchstgrenzen für die Zahl der Bereitschaftsdienste.

An dem bundesweiten Warnstreik nahmen Klinikärzte aus 13 Bundesländern teil. Die Ärzte der kommunalen Kliniken in Hamburg, Berlin und Brandenburg gehören nach Angaben der Ärzteorganisation nicht dem Tarifverbund an. In den vom Warnstreik betroffenen Kliniken wurde demnach eine Notdienstversorgung sichergestellt. «Es hat sich großer Unmut über die Arbeitgeber angestaut. Dieser Unmut bricht sich nun Bahn. Die Ärztinnen und Ärzte in den kommunalen Kliniken erwarten konkrete Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen: weniger Belastung, bessere Planung und mehr Zeit für Familie und Privatleben», sagte Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes, über den Protest.

«Wenn zu wenige Beschäftigte unter zu schlechten Bedingungen zu viel leisten müssen, dann verheizen wir diejenigen, auf die wir uns im Notfall verlassen wollen», sagte die Linke-Vorsitzende Katja Kipping in einer Stellungnahme in Berlin. Profitlogik im Krankenhaus gefährde nicht nur die Gesundheit der Patienten, sondern auch die der Beschäftigten.

Den Streikaufruf des Marburger Bunds finden Sie hier.

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