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Kultur vor dem Fenster Kultureller Lieferdienst für Bewohner und Patienten

Die Website "Kultur vor dem Fenster" bringt Künstler und Musiker in Hinterhöfe, Gärten und vor Balkone. Auch Pflegeheime und Kliniken können damit für Abwechslung sorgen: vom Didgeridoo-Spieler bis zur Hula-Hoop-Show. Aktuell gilt das Angebot in drei Städten, doch das Netzwerk soll bald ausgeweitet werden.

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Seit Anfang April gibt es im fränkischen Fürth wieder Live-Konzerte – trotz Veranstaltungs- und Besuchsverbote. Die Website Kultur vor dem Fenster bringt Musiker und Künstler in Gärten, vor Fenster und Balkone. Auch Seniorenheime und Kliniken können mit dem cleveren Angebot für Abwechslung sorgen. Im Hof des städtischen Altenheimes Fürth spielten im April z.B. Katja Lachmann und Steffi Zachmeier ein Open-Air-Konzert für die Bewohner (s. Foto).

Aber auch viele andere Musiker, Gaukler und Künstler bieten bereits ihr Programm über die Website an. Vom Streicherquartett (Elisen Quartett) über Didgeridoo Spieler (Philipp Gerisch) bis zu Feuershows oder einer speziellen Hula-Hoop-Einlage mittels LED-Lichttechnik (Kathi Artmann/Sia Space) sind viele Genres und einfallsreiche Ideen zu finden.

Kultureller Lieferdienst

Die Idee zum „kulturellen Lieferdienst“ hatte der Fürther Kulturschaffende Marc Vogel, der u.a. den Mittelalter-Weihnachtsmarkt organisiert. Schnell folgten neben Fürth auch weitere bayerische Städte wie Landshut. Seit letzter Woche können auch die benachbarten Nürnberger das Angebot nutzen. Nicht einmal zwei Wochen dauerte es von der Idee zum Go-Live der Website. Lachmann, neben Musikerin auch Webentwicklerin, setzte die Idee digital um.

Kostenfrei für soziale Einrichtungen

Den freischaffenden Künstlern, deren Verdienstausfall derzeit bis zu 100 Prozent beträgt, verhilft die neu geschaffene Website wieder zu bezahlten Auftritten. In u.a. Nürnberg können soziale Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheime die Gagen über einen speziellen Kulturfonds der Stadt finanzieren („Kultur.Sozial“).

Angebot wird ausgeweitet

Das Portal soll auch „nach Corona“ als regionales und nachhaltiges Kulturportal weiter bestehen. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen an einer Ausweitung des Service auf weitere Städte.

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