Energieoptimiertes Wohlfühlklima Künstliche Intelligenz in der Gebäudeautomation

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Eine smarte Gebäudesteuerung erzeugt mit klug gewählten Führungsgrößen wie Raumtemperatur, Feuchte oder Sauerstoffgehalt normenkonforme Umgebungsbedingungen – bei energiesparendem Gebäudebetrieb.

Künstliche Intelligenz, smarte Gebäudesteuerung
Künstliche Intelligenz ermöglicht eine smarte Gebäudesteuerung. – © kras99 (stock.adobe.com)

Durchschnittlich 20 Prozent Energie können eingespart werden, wenn Künstliche Intelligenz (KI) die vorausschauende bedarfsgerechte Steuerung der Gebäudetechnik übernimmt, prognostizierten Martin Dobslaw und Gregor Molwitz von Kieback & Peter GmbH & Co. KG beim FKT-Online-Seminar „Smart Hospital: KI in der Gebäudeautomation.“

Bislang arbeitet Gebäudeleittechnik (GLT) überwiegend rückwärtsgewandt und ungeachtet aktueller Bedarfe mit starren Sollvorgaben. Wenn eine Regelabweichung festgestellt wird, wird nachjustiert. Prädiktiv stößt auch modernde GLT schnell an ihre Grenzen. Dabei erzeugen Anlagen und Systeme der Betriebstechnik schon jetzt eine sehr große Menge an Daten und Informationen, die ohne großen Aufwand für einen effizienteren Gebäudebetrieb genutzt werden könnten.

Vorhandene Daten nutzen

„Mit Hilfe von Algorithmen können wir in diesen Daten Muster oder auch Anomalien erkennen und darauf aufbauend Vorhersagen für künftige Verbräuche ableiten. Wenn wir zusätzlich Prognoseinformationen, z.B. lokale Wetterdaten oder Vorhersagen über die Belegung eines Hauses, und die aktuelle situative Nutzung auf Basis von in Echtzeit analysierten und übertragenen Energieströmen in die Berechnungsmodelle mit einbeziehen, lassen sich Klima-, Heizungs- Beleuchtungs- und viele andere Anlagen so regeln, dass sie den gewünschten Zustand bedarfsorientiert möglichst effizient und nachhaltig herstellen“, erklärte Dobslaw. Die diesen Prozessen zugrundeliegende KI lerne dabei kontinuierlich dazu, werde also immer besser. Eine wichtige Rolle spiele dabei eine ganzheitliche Betrachtung aller Anlagen in der Interaktion.

Systemausfälle verringern

Da KI auch Anomalien erkenne, führte Dobslaw weiter aus, ließen sich Systemausfälle verringern oder sogar komplett verhindern. Ad-hoc-Einsätze würden seltener, Instandhaltung planbarer und die Servicequalität steige. „Auch der richtige Zeitpunkt für Ersatzbeschaffungen oder den Austausch wichtiger Komponenten wie Filter lässt sich durch klug aus- und aufgewertete Anlagendaten bestimmen.“

Weitere Informationen:

Eine Präsentation zu diesem Seminar und Informationen zu anderen Online-Seminaren der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) finden Interessierte unter www.fkt.de/news-wissen/online-seminare/.