Krebsplan-Umsetzungsgesetz: Lob und Kritik

Eine Parzellierung der Krebsregister auf Bundesebene lehnt Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, kategorisch ab. Er verteilt aber auch Lob.

© Barmer GEK

„Es ist richtig, dass das Thema Krebsregister angepackt wird“, sagt Kassen-Vize Dr. Rolf-Ulrich Schlenker vor Journalisten in Berlin. An der Finanzierung der Registerstellen sollten aber auch die Private Krankenversicherung (PKV) sowie die Länder beteiligt werden, meint Schlenker. Er wendet sich gegen eine „Parzellierung der Krebsregister auf Länderebene“ und favorisiert stattdessen eine bundesweite Datensammlung.

Auch der Verband der Ersatzkassen (vdek) schlägt anlässlich der Fachanhörung des Bundesgesundheitsministeriums zum Referentenentwurf des Gesetzes eine bundesweit identische Erhebung von Behandlungsdaten mit einem klinischen Krebsregister pro Bundesland vor. Über die Einrichtung einer zentralen Vertrauensstelle sollten die Daten der Ärzte und Krankenhäuser angenommen, pseudonymisiert, patientenbezogen zusammengefasst und den klinischen Krebsregistern zur Verfügung gestellt werden.

Die ebenfalls im Gesetzesentwurf vorgesehenen flexiblen Altersgrenzen für die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen finden dagegen die Zustimmung Schlenkers. Das gilt auch für den Plan der Regierung, die organisierten Vorsorgeprogramme auf Darm- und Gebärmutterhalskrebs auszuweiten.