Krankenstand von Pflegekräften um 30 Prozent höher

Die AOK Bayern fordert mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen und bezieht sich auf die Ergebnisse einer Auswertung der Krankheitstage von Pflegekräften, die bei der AOK Bayern versichert sind.

Krankenstand von Pflegekräften um 30 Prozent höher

Konkret haben die Pflegeheimmitarbeiter, die bei der AOK versichert sind, im vergangenen Jahr eine Quote von 5,5 Prozent krankheitsbedingter Fehlzeiten aufgewiesen, während sich der bayernweite Durchschnitt auf 4,2 Prozent belief. Nach Erkenntnissen einer AOK-Studie sind bei Mitarbeitern in der Altenpflege besonders lange krankheitsbedingte Fehlzeiten wegen Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat und psychischer Erkrankungen zu verzeichnen. "Die Mehrheit der Betroffenen sieht dabei einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Arbeitsbelastung," sagt Werner Winter, Berater für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Bayern. Die Tätigkeit in Pflegeheimen sei hauptsächlich durch schweres Heben und Tragen, häufiges Bücken sowie langes Stehen und Gehen sehr belastend. Zudem bringe der Beruf auch hohe psychische Anforderungen mit sich, heißt es.

Um die Situation von Pflegekräften zu verbessern, will die AOK Bayern ihr landesweites Programm bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen erweitern.

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