Versicherung -

Krankenkassenwechsel: Zusatzbeitrag sollte nicht ausschlaggebend sein

Der Zusatzbeitrag ist nicht das einzige, das zählt – das Bundesversicherungsamt (BVA) rät gesetzlich Krankenversicherten deshalb davon ab, im neuen Jahr übereilt über einen Kassenwechsel nachzudenken. Doch worauf sollten Versicherte stattdessen achten?

Versicherte, die einen Wechsel ihrer gesetzlichen Krankenversicherung in Betracht ziehen, sollten nicht nur auf Unterschiede beim Zusatzbeitrag achten. Darauf weist das Bundesversicherungsamt anlässlich der Einführung von Zusatzbeiträgen zum Jahreswechsel hin.

"Es ist richtig und wichtig, dass der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen auch über kassenindividuelle Zusatzbeiträge erfolgt", sagt BVA-Präsident Dr. Maximilian Gaßner. Nur so bestehe bei den Krankenkassen der Anreiz, die Verwaltungsausgaben so gering wie möglich zu halten und Effizienzpotenziale zu nutzen.

Welche Faktoren sind wichtiger als Zusatzbeiträge?

Allerdings sollten die Versicherten die Wahl ihrer Krankenkasse nicht nur von der Höhe des Zusatzbeitrages abhängig machen, konstatiert der BVA-Chef. Er weist darauf hin, dass bei der Entscheidung auch andere Faktoren wie Beratung, Service, das Angebot an zusätzlichen Satzungsleistungen oder die Erreichbarkeit über eine Geschäftsstelle vor Ort zu berücksichtigen seien.

Darüber hinaus dürfe auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen erstmals erhoben und zunächst nur für das Haushaltsjahr 2015 gelten würden. Da die meisten Mitglieder länger als 18 Monate bei ihrer Krankenkasse versichert seien, könnten sie ohnehin jederzeit, also auch nach Ablauf des Sonderkündigungsrechts, vom gesetzlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen, sagt Gaßner. Für Panik zum Jahresende bestehe "kein Anlass".

2015: GKV-Beitragssatz sinkt, Zusatzbeiträge werden eingeführt

Zum 1. Januar 2015 wird der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent abgesenkt. Gleichzeitig werden kassenindividuelle Zusatzbeiträge eingeführt, die betroffenen Mitglieder haben ein Sonderkündigungsrecht. Das BVA weist darauf hin, dass Mitglieder immer ihre Krankenkasse wechseln können, wenn diese dort länger als 18 Monate versichert waren.

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