Klinik -

Deutsche Krankenhausgesellschaft Krankenkassen sollen Blockade beenden – Geld für Krankenhausreform ist da!

Die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen sind gestiegen, entsprechende Anteile davon kommen bei den Krankenhäusern aber „viel zu wenig an“. Das sagt Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Themenseite: Finanzen & Investieren

Anlässlich der Bekanntgabe der Finanzergebnisse der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das erste Quartal 2016 erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: „Von dem steigenden Beitragsaufkommen in der Gesetzlichen Krankenversicherung kommt bei den Krankenhäusern viel zu wenig an. Während die Beiträge um 4,2 Prozent steigen, erhalten die Krankenhäuser gerade einmal 2,4 Prozent. Die Vergütungszuwächse sind je nach Bundesland auf eine Spanne von 0,9 bis 2,7 Prozent gedeckelt worden. Das sind Zuwächse, die in vielen Ländern nicht ausreichen, die Tarifkostensteigerungen für die 1,2 Millionen Beschäftigten zu refinanzieren.“

Finanzierungsverbesserungen könnten ausbleiben

Auch die mit der Krankenhausreform den Krankenhäusern in Aussicht gestellten Finanzierungsverbesserungen seien nicht nur „noch nicht“ wirksam, sondern drohen laut Baum, das ganze Jahr nicht wirksam zu werden. „Bei fast allen Positionen, die Verbesserungen für die Krankenhäuser bringen sollen, finden Blockaden bei den dazu erforderlichen Vereinbarungen durch die Krankenkassen statt“, meint Baum. Größter Posten seien dabei die blockierten 250 Millionen Euro für die Ambulanzen der Hochschulkliniken. Aber auch die 200 Millionen Euro für Zentrumszuschläge sowie die 100 Millionen Euro für Personalaufstockungen auf den Säuglingsstationen (Neonatologie) werden laut dem Hauptgeschäftsführer der DKG derzeit blockiert. „Grundsätzlich zeigt sich zudem, dass die Prognosen über die zu erwartenden Ausgaben in den Leistungsbereichen, die jeweils im Oktober des Vorjahres vom Schätzerkreis abgegeben werden, wieder einmal bewusst überhöht waren. Die Politik wurde für ihre Reformmaßnahmen von den Krankenkassen unter Druck gesetzt. Es wird höchste Zeit, dass die maßgeblichen Leistungserbringerorganisationen in den Schätzerkreis einbezogen werden“, erklärt Baum.

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen