News vom HSK Krankenhausschließungen: Was nun?

Der Managementkongress „Krankenhaus Klinik Rehabilitation“ ist auch in diesem Jahr wieder Teil des Hauptstadtkongresses in Berlin. Hochrangige Mediziner wie Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der ANregiomed-Kliniken, erörtern die Frage, wie eine medizinische Versorgung gerade auf dem Land trotz Krankenhausschließungen gewährleistet werden kann.

Hauptstadtkongress
Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit deckt im Mai 2019 viele Bereiche ab. Auch das Deutsche Ärzteforum findet statt. – © Hauptstadtkongress

„Ein Krankenhaus einfach nur zu schließen, ist der politische Super-GAU. Pfiffiger ist vielmehr, moderne Medizin durch Vernetzung der Akteure, insbesondere auch digital, in die Fläche zu bringen“, sagt Prof. Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer und wissenschaftlicher Leiter des Managementkongresses „Krankenhaus Klinik Rehabilitation“. Über die Schließung von Kliniken wird in Deutschland vielerorts gestritten. Es stellt sich die Frage: Wie können die strukturellen Veränderungen aufgefangen werden, ohne dass die Versorgung des einzelnen darunter leidet?

Das ist ein Schwerpunktthema des diesjährigen Managementkongresses „Krankenhaus Klinik Rehabilitation“, der im Rahmen des Hauptstadtkongresses vom 21. bis zum 23. Mai 2019 im Citycube Berlin stattfinden wird. Das Thema des Fachkongresses lautet: „Unser Krankenhaus macht zu: Gesundheit, was nun?“

Ein Beispiel wie es funktionieren könnte, ist die Uniklinik Rostock, die in Kooperation mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, der AOK Nordost, der Techniker Krankenkasse und dem Medtech-Konzern Philips ein großes Pilotprojekt betreibt. Dort werden Patienten mit Herzerkrankungen telemedizinisch überwacht. Der Kardiologe der Uniklinik Rostock kann den Hausarzt vor Ort dabei konsiliarisch beraten. „Dafür vernetzen wir Gesundheitsdienstleister wie Hausarzt und Spezialisten“, erläutert Christian Schmidt, Vorstand der Rostocker Klinik. Ziel ist es, nach 2020 etwa 27.000 Patienten dauerhaft auf diese Weise zu versorgen. Hintergrund: Das Bundesland verfügt nur über zwei kardiologische Spezialkliniken.

In Berlin mitdiskutieren werden

  • Dr. Ellis Huber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Paritätischen,
  • Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der ANregiomed-Kliniken,
  • Dr. Josef Sebastian Oswald, Geschäftsführer der Fachklinik Osterhofen,
  • Prof. Dr. Christian Schmidt, Vorstand der Universitätsmedizin Rostock,
  • Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG,
  • Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Augsburg.
 

Das Anmeldeformular ist auf der Website des Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit mit einem Klick hierauf zu finden.