Zusammenarbeit Krankenhäuser von St. Johannisstift und BBT-Gruppe planen gemeinsame Zukunft

Zugehörige Themenseiten:
Klinikmarkt

Die Stiftung St. Johannisstift Paderborn und die BBT-Gruppe in der Region Paderborn/Marsberg haben bereits vor mehreren Monaten Gespräche zur Prüfung einer möglichen Zusammenführung der Versorgungsangebote ihrer Krankenhäuser aufgenommen. Nun wurde das gemeinsame Ziel erklärt: Gesundheitsdienstleister für die Region werden.

BBT-Gruppe
Von links: Siegfried Rörig, Kaufmännischer Direktor und Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn/Marsberg, Ute Panske, Vorständin St. Johannisstift, Christoph Robrecht, Hausoberer und Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn/Marsberg und Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift. – © BBT-Gruppe

Vor dem Hintergrund der politisch gewollten Gründung von starken Verbünden wollen die Krankenhäuser von St. Johannisstift und der BBT-Gruppe künftig enger zusammenarbeiten. Der neue Landeskrankenhausplan für NRW setzt auf eine bessere Koordination und Kooperation zwischen den Krankenhäusern, um die bevorstehenden demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche in größeren Verbünden gemeinsam zu meistern.

In einer gemeinsamen Absichtserklärung der BBT-Gruppe und des St. Johannisstifts hat das Management seine Vorhaben in Form eines mehrjährigen Prozesses zur Zusammenführung der Krankenhäuser

  • Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn,
  • St.-Marien-Hospital Marsberg und
  • Evangelisches Krankenhaus St. Johannisstift,

zu einem gemeinsamen Gesundheitsdienstleister für die Region konkretisiert.

St. Johannisstift und BBT-Gruppe: „Wir machen Zukunft. Gemeinsam. Für Menschen.“

Unter dem Leitgedanken „Wir machen Zukunft. Gemeinsam. Für Menschen.“ soll perspektivisch ein starker Gesundheitsdienstleister für die Region entstehen, der mit einem vielfältigen medizinischen Angebot eine möglichst optimale Versorgung für die Bevölkerung sichert. Dabei stehe das Vorhaben unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

„Besonders wichtig ist uns, dass die Kooperation im christlich-ökumenischen Geist gelebt wird, indem die caritativen und diakonischen Wurzeln aller Partner berücksichtigt werden“, betont Martin Wolf, Vorstandssprecher des St. Johannisstift. Das Stift arbeite schon seit vielen Jahren vertrauensvoll mit ‚den Brüdern‘ zusammen. Gynäkologen, Urologen und Chirurgen beider Häuser betreiben gemeinsam das zertifizierte Kontinenzzentrum OWL. Unter anderem habe man auch gemeinsam an der digitalen Gesundheitspattform OWL und am Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin mitgewirkt. So sei es nur konsequent, diese engere Verbindung mit dem Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn und dem St.-Marien-Hospital Marsberg einzugehen.

Gemeinsam versorgen die drei Krankenhäuser zurzeit mit 2.200 Mitarbeitenden jährlich rund 35.000 stationäre und 65.000 ambulante Fälle. Die beiden Pflegeschulen bieten Platz für rund 800 Auszubildende.

„Mit der jetzt geplanten Ausweitung unserer Kooperation übernehmen wir Verantwortung zur langfristigen Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung im Paderborner Land und östlichen Hochsauerland“, erklärt Siegfried Rörig, Kaufmännischer Direktor und Regionalleiter der BBT-Gruppe für Paderborn/Marsberg.

„Mit dem Krankenhaus St. Johannisstift und dem dazugehörigen Bildungscampus gewinnen wir als einer der größten Arbeitgeber im Gesundheitssektor in der Region an Attraktivität für zukünftige Bewerber und bieten unseren Mitarbeitenden viele Entwicklungsperspektiven“, ergänzt Regionalleiter und Hausoberer Christoph Robrecht. Vor allem sollen aber die Menschen in der Region von Paderborn profitieren.

Im nächsten Schritt soll in verschiedenen Projektgruppen, besetzt mit Fachexperten aus den einzelnen Häusern, die Zielperspektive konkretisiert werden.