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Vergütung Bayern: Einigung nach zähen Gesprächen

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) haben sich über die Vergütung der Krankenhausbehandlungen im Jahr 2016 geeinigt. Die Verhandlungen waren außergewöhnlich schwierig, zwei Schiedsstellentermine waren für den Abschluss nötig.

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Beide Seiten haben sich nun darauf verständigt, dass der landesweite Basisfallwert von bislang 3.255,50 Euro auf 3.312 Euro steigt. Damit stehen für die stationäre Behandlung von rund drei Millionen Patienten in den rund 330 Akutkliniken Bayerns rund zehn Milliarden Euro zur Verfügung. Trotz der Einigung bezeichnen beide Seiten den Kompromiss als „problematisch, aber gerade noch annehmbar“.

Die Kliniken müssen nun mit den Kassen vor Ort vereinbaren, welche und wie viele stationäre Behandlungen sie im laufenden Jahr voraussichtlich erbringen und abrechnen werden. Der landesweite Basisfallwert ist die Stellschraube für den größten Ausgabeposten der Krankenkassen. Auf Klinikseite entscheidet er über den größten Teil der Erlöse. Im Vergütungssystem der DRG bestimmt er den Preis für eine Krankenhausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand. Je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung wird der Wert mit einem Faktor multipliziert, der dann den Rechnungsbetrag ergibt. So beträgt zum Beispiel der Faktor für die komplikationslose Entbindung rund 0,5. Für einen schwerstverletzten Patienten mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung kann dieser Wert bis zu 60 betragen.

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