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MEDCARE 2019 Kongress punktete mit interdisziplinärem Konzept

Die dritte Auflage des Kongresses mit Fachausstellung für klinische und außerklinische Patientenversorgung vom 18. bis 19. September auf dem Leipziger Messegelände verzeichnete eine positive Weiterentwicklung. Damit etablierte sich die MEDCARE im mitteldeutschen Raum als führende Fortbildungsveranstaltung.

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Mit rund 1.400 Kongressteilnehmern, 81 Ausstellern auf 1.600 m², 100 Referenten und 97 Veranstaltungen unterschiedlichster Formate behauptete sich die MEDCARE wieder als der überregionale Branchentreff für die klinische und außerklinische Patientenversorgung. Im Fokus des Kongresses und der Fachausstellung stand die Behandlungspflege mit Therapieverfahren wie moderne Wundversorgung, medizinische Ernährung, Stoma- und Inkontinenzversorgung sowie Palliativmedizin. Spezielle Workshops und Vorträge widmeten sich der Intensivpflege und der Patientensicherheit. Weitere Programmhighlights waren die 7. Leipziger Wundtage und 6. Mitteldeutsche Intensivpflegetage.

Richtige Impulse setzen

„Die positive Entwicklung der MEDCARE zeigt die Notwendigkeit der Veranstaltung für die Branche“, resümiert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Das interdisziplinäre Kongressprogramm wurde von den Teilnehmern sehr gut angenommen. Mit der Verzahnung von fachlicher Fortbildung, übergreifenden Themen und gesundheitspolitischen Diskussionen haben wir die richtigen Impulse gesetzt.“

Politische Präsenz der Pflege

„Es geht um eine sichere Versorgung der Pflegebedürftigen in allen Sektoren.“ Mit diesen Worten eröffnete Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege, die MEDCARE 2019. In seiner Keynote gab er einen Einblick zu aktuellen Debatten und Entwicklungen der Gesundheitspolitik und im Speziellen der Pflege. Die Themen Kurzzeitpflege und Fachkräftemangel seien dabei derzeit die Spitze der Diskussionen. Doch auch zahlreiche andere Herausforderungen prägen die Branche, die nicht zuletzt durch die konzertierte Aktion Pflege bearbeitet werden. Ideen gäbe es viele, doch letztlich gehe es darum sie auch umzusetzen. Westerfellhaus ist sicher: „Herausforderungen von morgen sind nicht mit den Instrumenten von gestern zu lösen.“ Priorisieren könne er bei der Lösungsfindung allerdings nur schwer, denn alles habe mit allem zu tun. Unter anderem nannte er die Notwendigkeiten, dem Nachwuchs Perspektiven in der Pflege aufzuzeigen, das Pflegefachpersonal im Beruf zu halten, die Bürokratie zurückzufahren und die Digitalisierung beispielsweise durch Telemedizin zu nutzen.

Mehr Einfluss notwendig

Um sowohl eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung als auch gute Bedingungen für die Pflegespezialisten zu erreichen, sind die Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie der gegenseitige Austausch unerlässlich. „Wir müssen dafür sorgen, dass wir mehr Einfluss bekommen“, erklärte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. Dies könne durch die Selbstverwaltung in Pflegekammern gelingen.

Die MEDCARE 2021 findet am 29. und 30. September auf dem Leipziger Messegelände statt.

Weitere Informationen über den Kongress sind online über die Internetseite von MEDCARE abrufbar. 

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