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DEKV Kollege Roboter assistiert im OP

Digitalisierung, Robotik und technische Innovationen. Patientinnen und Patienten qualifiziert zu versorgen, ist der Anspruch der evangelischen Krankenhäuser. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten modernste Verfahren und eine innovative technische Ausstattung bei Operationen.

Themenseite: Digitalisierung

Modernste Verfahren, wie die Robotik ermöglichen es, an empfindlichen Stellen sicher zu arbeiten und dabei minimalinvasive Techniken zu nutzen. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten gleich mehrfach durch:

  • steigende Sicherheit bei den Eingriffen
  • kürzere Dauer der Operationen
  • kleinere Wunden und dadurch geringeres Infektionsrisiko
  • schnellerer Heilungsprozess

Für die Operateure bedeutet die Unterstützung durch Roboter zusätzliche Sicherheit bei der Positionierung der Schrauben und durch die Bildgebung einen detaillierteren Blick auf das Operationsgebiet. Zum Einsatz kommen diese innovativen und schonenden Verfahren beispielsweise in der Wirbelsäulenchirurgie oder in der Thoraxchirurgie.

Die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau ist eine von vier Kliniken bundesweit, die eine roboter-assistierte Wirbelsäulenchirurgie mit dem Excelsius GPS anbieten kann. Dieses Verfahren kann bei knapp der Hälfte der Operationen aufgrund von Wirbelfrakturen, Verschleißerscheinungen und degenerativen Veränderungen in der Wirbelsäule eingesetzt werden.

Mehr Sicherheit und Präzision bei Wirbelsäulen-OPs

Es unterstützt die erfahrenen Operateure bei der Platzierung von Schrauben, die Prothesen im Körper verankern. Dazu liefert es fortlaufend plastische Darstellungen (3D-Bilder). Dabei werden alle Bereiche, auch die Übergänge der verschiedenen Abschnitte der Wirbelsäule, beispielsweise zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule, durch die innovative Navigationsplattform in neuer Qualität dargestellt. Während des Eingriffs können in Echtzeit wichtige Informationen über die Lage der Schrauben in den Wirbelkörpern und die Einstellung der Gelenkstabilität gewonnen werden.

Universalgenie für Präzision

Das DaVinci-Operationssystem unterstützt Operateure am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) seit mehr als zehn Jahren. Es hat sich als fester Bestandteil der minimal-invasiven Präzisionschirurgie im EvKB etabliert. Ausgestattet mit modernster Technologie skaliert, filtert und übersetzt es die Handbewegungen des Operateurs an der Konsole in hochpräzise Bewegungen der Instrumente. Diese können in mehr Freiheitsgraden als die menschliche Hand bewegt werden und bieten damit einen besseren Zugang zur Eingriffsstelle.

Die Unterstützung durch Kollege Roboter ist nicht nur in der Urologie, der Bauchchirurgie sowie bei Eingriffen bei Kindern eine wertvolle Hilfe. Auch in der Thoraxchirurgie unterstützt sie beispielsweise bei Eingriffen aufgrund von Krebserkrankungen, gutartigen Tumoren oder bei Operationen am Zwerchfell. Auch das Diakonie-Klinikum Stuttgart setzt seit knapp fünf Jahren auf diese Technologie und führt jährlich über 680 roboter-assistierte Eingriffe im Bereich der Urologie und der Kolorektalchirurgie durch.

Technik allein reicht nicht aus

Die Häuser in Hessisch Lichtenau, Bethel und Stuttgart sind nur drei Beispiele von vielen, in denen modernste OP-Technik zum Einsatz kommt. "Doch moderne Technik allein reicht für eine qualifizierte Versorgung unserer Patientinnen und Patienten nicht aus. Ebenso wichtig ist der Faktor Mensch", erklärt Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV). "Explizit geht es dabei um die Zuwendung, die Patientinnen und Patienten durch unsere Mitarbeitenden jeden Tag erfahren. Diese Kombination aus innovativer Technik und Zuwendung meinen wir, wenn wir davon sprechen, Patienten qualifiziert zu versorgen."

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