20 Jahre QuMiK Klinikverbund verleiht Qualitätspreis für innovative Projekte

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Bereits zum fünften Mal wurde der QuMiK-Qualitätspreis verliehen. Sein Zweck: innovative Projekte transparent machen, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit in Krankenhäusern zu verbessern. Erstmalig wurde auch ein Sonderpreis für Umwelt und Nachhaltigkeit vergeben.

QuMiK-Verbund
Beim 20-jährigen Jubiläum des QuMiK-Verbundes und der Preisverleihung waren rund 50 Gäste vor Ort dabei, 80 Teilnehmer haben online teilgenommen. – © QuMiK GmbH

Die Kliniken im Verbund „Qualität und Management im Krankenhaus“ ( QuMiK) haben seit 20 Jahren die Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in Krankenhäusern als übergeordnetes Ziel. Dafür etablieren sie zahlreiche Aktivitäten, um die Zusammenarbeit und das partnerschaftliche Lernen zwischen den QuMiK-Krankenhäusern in Baden-Württemberg zu stärken. Eine dieser Aktivitäten ist der Qualitätspreis für innovative Projekte, Transparenz und die Aufforderung zur Nachahmung stehen hier im Mittelpunkt.

Das sind die Preisträger

21 Projekte wurden dieses Jahr von den Verbundmitgliedern eingereicht, drei Preise verliehen und ein Sonderpreis für Umwelt und Nachhaltigkeit vergeben.

  1. Den ersten Preis erhielt das Schwarzwald-Baar Klinikum für das Projekt „Entwicklung einer Umlagerungsmatte für Polytraumen“. Die von der Klinik für Akut- und Notfallmedizin mitentwickelte Umlagerungsmatte ermöglicht ein schonendes und sicheres Umlagern von verletzten Patienten. Mit der Umlagerungsmatte müssen Patienten nur noch einmal umgelagert werden – von der Rettungsdiensttrage auf die Notaufnahmetrage. Früher musste bis zu fünfmal umgelagert werden.
  2. Der zweite Platz ging an das Universitätsklinikum Mannheim für das Projekt „Nanocellulose bei thermischen Verletzungen im Kindesalter“. Mit der neuartigen Wundauflage verbessert sich die Behandlung von Kindern mit thermischen Verletzungen: reduzierte Eingriffe in Narkose, kürzere stationäre Aufenthaltsdauer und schmerzärmere sowie weniger traumatische Verbandswechsel.
  3. Das Projekt „Präoperatives Screening“ des Klinikverbundes Südwest wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Das Screening ermöglicht eine patientenindividualisierte Betrachtung, um Erythrozytenkonzentrate bereitzustellen. Das verbessert die Patientensicherheit und reduziert Kosten.

Sonderpreis für Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Projekt „Der CO₂-Fußabdruck der Anästhesiologie“ der RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe in Bruchsal ist der Gewinner dieses Preises. Die Nutzung volatiler Anästhetika, die besonders treibhauswirksam sind, wurden in der Anästhesiologie umgestellt. Die Verwendung von Desfluran wurde soweit eingeschränkt, dass eine Reduktion der Gesamtemissionen der anästhesiologischen Abteilung um 68 Prozent erreicht wurde.

20 Jahre Klinikverbund

QuMiK-Geschäftsführer Thorsten Hauptvogel stellte die wichtigsten Meilensteine der zwanzigjährigen Entwicklung im Verbund vor: „Der QuMiK-Verbund wurde 2001 durch 5 kommunale Klinikträger gegründet – insbesondere vor dem Hintergrund einer verstärkten Privatisierung von Krankenhäusern – und umfasst heute 14 Klinikgesellschaften und 22 Arbeitsgruppen. Gemeinsam haben sich die QuMiK-Mitglieder ein besonderes Netzwerk mit engen fachlichen Verflechtungen aufgebaut, von welchem der Verbund auf unterschiedlichsten Ebenen profitiert.“

Das Vorhaben: strukturelle Weiterentwicklung

„Der QuMiK-Verbund hat sich in 20 Jahren hervorragend horizontal zu verschiedenen Bereichen vernetzt und strebt nun den nächsten entscheidenden Entwicklungsschritt an: die vertikale Vernetzung der ambulanten, stationären und poststationären Strukturen und Prozesse. Diese Entwicklung ist notwendig, damit wir für die zu erwartenden Strukturveränderungen des Gesundheitswesens gut aufgestellt sind“, betont QuMiK-Sprecher Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes .

Die strategischen Schwerpunkte für das laufende Jahr haben die Geschäftsführer der Verbundmitglieder festgelegt auf

  • den Ausbau der Zusammenarbeit bei der Patientenversorgung im Bereich Delirmanagement,
  • Herzinsuffizienz und Telemedizin,
  • die Ausweitung von Kooperationen und Dienstleistungen innerhalb des QuMiK-Verbundes,
  • politische Aktivitäten wie Treffen mit Politikvertretern,
  • sowie eine stärkere Positionierung zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen.
 Außerdem wurde die Personalagentur Lumis Südwest GmbH, die im letzten Jahr von QuMiK-Mitgliedern gegründet wurde, durch Beitritt weiterer QuMiK-Mitglieder als Gesellschafter im Juli dieses Jahres verstärkt.