Klinikkeime: Bürger haben wenig Vertrauen in Krankenhaushygiene

Antibiotikaresistente Keime sind in deutschen Krankenhäusern ein Problem. Pro Jahr sterben viele Menschen infolge einer Infektion, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Für das Vertrauen der Patienten in die Krankenhaushygiene bleiben diese Zahlen nicht ohne Folgen.

Antibiotikaresistente Klinikkeime: In Deutschland sterben jährlich Zehntausende Menschen an den Folgen. – © JPC-PROD (Fotolia.com)

Immer mehr Bakterien sind resistent gegen Antibiotika. In Deutschland sterben deshalb pro Jahr viele Menschen an den Folgen einer Infektion, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Die Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DKGH) spricht von 900.000 Infektionen und mindestens 30.000 Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Diese Zahlen hat der Textilhersteller drapilux zum Anlass genommen, Bürger nach ihrer Meinung zur Krankhaushygiene zu fragen. Insgesamt wurden 1000 Personen in Berlin, Bremen, Greifswald, Nürnberg und Wiesbaden vor Krankenhäusern interviewt.

Das Ergebnis: 38,2 Prozent der Befragten glauben nicht, dass die Kliniken in Deutschland ausreichend für Hygiene sorgen. Außerdem waren 79,5 Prozent der Meinung, dass Krankenhäuser mehr investieren sollten, um ein Höchstmaß an Hygiene zu gewährleisten. „Dies zeigt, wie wenig die Patienten Kliniken in Hygienefragen vertrauen“, sagt Norbert Rehle, Vertriebsleiter von drapilux.

Wie wichtig ist Hygiene bei der Wahl eines Krankenhauses?

Die Ergebnisse der Umfrage machen darüber hinaus auch deutlich, wie wichtig den Menschen die Hygiene im Krankenhaus ist. „Für 96 Prozent der Befragten steht die Behandlungsqualität bei der Wahl des Krankenhauses ganz vorn, Hygiene folgt mit 84,3 Prozent bereits an zweiter Stelle“, so Dr. Rehle.

Tipps für die richtige Hygiene im Krankenhaus finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene . Daruntersind prägnante Bilder oder Grafiken, die zeigen, wie Pflegefachkräfte Schutzkleidung richtig anziehen oder wie periphere Verweilkanülen gelegt werden.