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Kartellamt hat Bedenken Klinikfusion in Ostholstein geplatzt

Die Übernahme der Sana Kliniken Ostholstein durch den Schweizer Krankenhauskonzern Ameos ist in der geplanten Form endgültig vom Tisch. Der Zusammenschluss dürfe in dieser Form nicht vollzogen werden, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes am Dienstag, 9. April 2019.

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Die Wettbewerbshüter hatten wettbewerbliche Gründe geltend gemacht. Daraufhin hatte Ameos die Übernahmeanmeldung zurückgezogen. Zuvor hatten die «Lübecker Nachrichten» darüber berichtet.

Das Kartellamt begründete seine Bedenken damit, dass bei einem Zusammenschluss von Ameos und Sana alle somatischen Allgemeinkrankenhäuser im Markt Ostholstein letztendlich von der Carlyle Group, einem Private Equity Unternehmen aus den USA, beherrscht würden. Ameos und die größte Wettbewerberin der Sana Kliniken, die Schön Klinik, sind Portfoliogesellschaften von zwei unterschiedlichen Investmentfonds, die beide von der Carlyle Group betrieben und beherrscht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundeskartellamtes.

Die Sana Kliniken AG hatte im Oktober 2018 angekündigt, sich als Anteilseigner aus der Region zurückzuziehen. Es gibt Standorte in Eutin, Oldenburg, Fehmarn und Middelburg/Süsel. Ameos betreibt in Ostholstein mehrere meist psychiatrische und psychosomatische Kliniken, unter anderem in Eutin, Heiligenhafen, Neustadt und Oldenburg.

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