DKG-Monitoring Kliniken veröffentlichen Daten zu Corona-Erkrankten

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Corona-Pandemie

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) veröffentlicht ab sofort Zahlen zu Corona-positiven Krankenhauspatienten und -patientinnen. Die bisherige Datenlage sei „unbefriedigend“ und „verbesserungswürdig“.

Dr. Gerald Gaß
Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG. – © Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.

Veröffentlicht werden jeweils die Daten, die die Krankenhäuser am Vortag gemeldet haben. Die Statistik differenziert nach Normal- und Intensivstation sowie Bundesländern.

Daten der Normalstationen werden immer wichtiger

„Mit der Omikron-Welle werden die Daten von den Normalstationen immer wichtiger, denn mit den extrem hohen Infektionszahlen hat die Inzidenz stark an Aussagekraft verloren“, sagt Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG. Für den 9. Februar 2022 werden 17.940 positiv getestete Patientinnen und Patienten gemeldet, davon 15.542 auf Normalstation und 2.398 auf Intensivstation. Die Belegung auf den Normalstationen nimmt relativ stark zu – 21,5 Prozent im Vergleich zur Vorwoche – während sich die Situation auf den Intensivstationen mit einem Anstieg von 3,8 Prozent langsam normalisiert.

Die Datenlage zur Pandemie sei „unbefriedigend“, die Datentransparenz „verbesserungswürdig“, kritisiert die DKG in einer Mitteilung. Dabei erheben die Krankenhäuser „genaueste Daten“ über ihre Corona-Erkrankten. „Nur leider werden diese Daten nicht so aufbereitet und publiziert, dass sie bei der Einschätzung und Bewältigung der Pandemie gut helfen könnten“, sagt Gaß. Diese Lücke sollen die DKG-Daten nun füllen.

Meldeweg muss einfacher werden

Die Krankenhäuser wünschen sich einen einfachen Meldeweg und eine zentrale Aufbereitung der Daten. Derzeit müssten die Beschäftigten in den Kliniken noch manuell Bögen ausfüllen, die sie dann per Fax oder E-Mail an die Gesundheitsämter schicken. Dort würden sie dann wiederum manuell in neue Meldeformulare übertragen und an das Robert Koch-Institut weitergegeben. Gaß fordert von der Bundesregierung, „das angekündigte Gesundheitsdatennutzungsgesetz so zu gestalten, dass die schon vorhandenen relevanten Daten ohne zusätzlichen Aufwand für die Krankenhäuser an eine Datenagentur der DKG ausgeleitet werden“. Diese Daten könnten dann auch nach der Pandemie für politische Entscheidungen, wissenschaftliche Forschung und für die Information der Öffentlichkeit genutzt werden.

Mit einem Klick hierauf gelangen Interessierte zum Belegungsmonitoring der DKG.