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Deutscher Hauswirtschaftsrat „Kitas brauchen ein Hauswirtschaftskonzept“

Die Hauswirtschaft braucht einen festen Platz in allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung. Das fordert der Deutsche Hauswirtschaftsrat e.V. mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers zur Ergänzung der Qualitätsstandards für Kindertagesstätten. Der Verbund feiert in diesem Jahr sein einjähriges Bestehen und hat große Erwartungen an das kommende Jahr.

Themenseite: Hauswirtschaft kompakt

In Ergänzung zur „Verbändeerklärung für einheitliche pädagogische Standards in Kitas“ fordern Expertinnen des Deutschen Hauswirtschaftsrates die Erstellung eines Hauswirtschaftskonzeptes als weitere Maßnahme zur Qualitätssicherung in Kindertagesstätten. In den themenbezogenen Sektionen geht es darüber hinaus um die stärkere Einbeziehung der hauswirtschaftlichen Qualität in die Qualitätsprüfungs-Richtlinien des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS). Ziel ist es, dass hauswirtschaftliche Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung mit den Bereichen Ernährung, Reinigung, Wäsche und Hygiene in die Prüfkriterien des Medizinischen Dienstes aufgenommen werden.

Die Sektion Haushaltsnahe Dienstleistungen setzt sich dafür ein, dass die Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges einen eigenen NACE-Wirtschaftsschlüssel erhalten. Dafür werden gerade Daten innerhalb der Unternehmen gesammelt, um deren wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland darzustellen.

Der Deutsche Hauswirtschaftsrat blickt nach eigenen Angaben auch organisatorisch auf ein „sehr erfolgreiches erstes Jahr“ zurück. Der Internetauftritt mit wöchentlichen Berichten über die Aktivitäten treffe auf großes Interesse, der Mitgliederbereich hat sich für die verbandsinterne Kommunikation bewährt, wichtige Links verbinden innerhalb der Domäne Hauswirtschaft. Die Zahl der Mitglieder habe sich um 30 Prozent erhöht; alle werden in der Sektion Bildung mitarbeiten. Mit der Verabschiedung eines Leitbildes, einer Geschäfts- und einer Beitragsordnung habe der Verbund „eine gute Grundlage für seine weiteren Aktivitäten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch die Kontakte zu Parlamentariern und Ministerien soll nach der Bildung der neuen Bundesregierung wieder aufgenommen und intensiviert werden.

Die Anregungen aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung aufgreifend, will sich der Deutsche Hauswirtschaftsrat mit den Partnern noch stärker dafür einsetzen, dass die SAHGE-Berufe (Soziale Arbeit, Hauswirtschaft, Gesundheit, Erziehung) die ihnen gebührende Aufwertung hinsichtlich gesellschaftlicher Anerkennung, Ausbildung, Beschäftigung und Entlohnung erfahren.

Für 2018 erwartet der Rat, dass sich die Mitgliederzahlen „deutlich erweitern“ werden.

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