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Neue Agenda vorgestellt KI nutzen: AOK Baden-Württemberg will Vorreiter werden

Pflege im ländlichen Raum verbessern, künstliche Intelligenz für Serviceleistungen nutzen und gesundheitliche Folgen des Klimawandels eindämmen. Das sind die ersten Eckpunkte der Agenda von Johannes Bauernfeind, dem neuen Vorstandsvorsitzenden der AOK Baden-Württemberg. Erste Projekte stehen bereits in den Startlöchern.

Letzte Woche stellte Johannes Bauernfeind, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, die ersten Eckpunkte seiner Agenda vor. "Neben der Gestaltung der Gesundheits- und Pflegeversorgung im ländlichen Raum ist die alternde Gesellschaft in einer sich rasant digitalisierenden Welt die Meta-Herausforderung an das Gesundheitswesen im kommenden Jahrzehnt", so der neue Chef der größten Krankenkasse im Südwesten.

"Niemals zuvor standen der Menschheit so viele Informationen zur Verfügung wie heute. Und niemals zuvor konnten sie so rasch miteinander ausgetauscht werden wie heute", so Bauernfeind. "Wir werden diese Chance sukzessive und zum Wohl unserer Versicherten nutzen - sowohl um unseren Service als auch und vor allem die Gesundheitsversorgung der Menschen im Land weiter zu verbessern."

KI: Erste Tests laufen bereits

Bereits seit dem vergangenen Jahr seien die 7.500 Ärztinnen und Ärzte im Haus- und Facharztprogramm der AOK Baden-Württemberg und ihrer Ärztepartner digital untereinander vernetzt und könnten, wann immer notwendig, bestimmte Patientendaten sicher und in Echtzeit austauschen. Hier werde man weiter mit Hochdruck vorangehen. Und auch das Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) werde man bestellen. "Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz werden das Gesundheitswesen qualitativ auf eine ganz neue Stufe bringen", so Bauernfeind. "Erste Tests in unserem Haus zur weiteren Verbesserung von Service und gesundheitlicher Versorgung laufen bereits. Und in den kommenden Monaten und Jahren werden wir Projekte an den Start bringen, die uns auch bei der KI zum Gestalter und Vorreiter im Land machen werden."

Fokus auf bessere Versorgung von Senioren

Bauernfeind unterstrich, dass Digitalisierung dabei kein Selbstzweck sei. "Unser übergeordnetes Ziel ist es immer, dass die Menschen möglichst lange möglichst gesund und in hoher individueller Lebensqualität leben können", so Bauernfeind. "Der weiteren Verzahnung von ärztlicher Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege wird deshalb weiterhin eines unserer Hauptaugenmerke gelten." Zudem werde man die Begleitung älterer Menschen und ihrer Angehörigen in Pflegefragen weiter intensivieren. "Beispielsweise wird die AOK Baden-Württemberg allein in diesem und im kommenden Jahr zu den bestehenden rund 600 Kolleginnen und Kollegen den Pflegebereich mit mehr als 60 zusätzlichen Mitarbeitern ausbauen, die in ganz Baden-Württemberg bei den Ratsuchenden und ihren Familien vor Ort sein werden."

Gesundheitliche Folgen des Klimawandels

Im Zusammenhang der alternden Gesellschaft wird sich die AOK Baden-Württemberg auch stärker einem weiteren Thema widmen: dem Umgang mit den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. "Insbesondere älteren Menschen werden die absehbar zunehmenden Hitzeperioden zu schaffen machen." Hier werde die AOK Baden-Württemberg beispielsweise durch Beratung und Gesundheitsvorsorge ihren Teil dazu beitragen, für die gesundheitlichen Risiken und mögliche Lösungen zu sensibilisieren. Im Rahmen des Umweltprogramms greenAOK würden zudem zahlreiche strategische Umweltprojekte angegangen.

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