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Interview mit Dr. Christof Veit Kein Grund zur Sorge

Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, über das, was ihn antreibt, sich für die Qualitätsdiskussion im Gesundheitswesen einzusetzen, und über erste vor kurzem erreichte Verbesserungen in der Qualitätsdokumentation im Krankenhaus.

Topic channels: Qualitätsmanagement und Xiqtig
Kein Grund zur Sorge
HCM war vor Ort am IQTIG in Berlin und hat mit dem Leiter Dr. Christof Veit über die Zukunft der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen gesprochen. -

HCM: Herr Dr. Veit, Sie arbeiten seit 1992 für die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Welche Entwicklung haben Sie bei der Qualität in deutschen Krankenhäusern in diesen mehr als 20 Jahren miterlebt?

Dr. Veit: Das war eine sehr spannende Zeit. 1992 war ich noch in der Chirurgie in Hamburg-Altona. Dort haben wir damit begonnen, die chirurgischen Abteilungen der Hamburger Kliniken mit Komplikationsstatistiken zu vergleichen. Besonders gewinnbringend waren für mich die Diskussionen darüber, wie man die Ergebnisse optimieren kann. Das war mein Einstieg in die Qualitätssicherung. Damals gab es den Begriff Qualitätsmanagement  ja noch nicht. Heute ist das ein sehr wichtiger Aspekt der Versorgung im Gesundheitswesen. Qualitätsmanagement findet sektorenübergreifend statt und spielt eine selbstverständliche Rolle in der Diskussion um die Versorgungssicherheit bei den Patienten. Ärzte und Kliniken haben gelernt, wie man Qualität darstellen und messen kann.

HCM: Was hat Sie denn dazu bewogen, sich als Arzt der Urologie und Allgemeinchirurgie der Qualität zu verschreiben?

Dr. Veit: Ich habe mehr als sieben Jahre sehr, sehr gerne Patienten versorgt. Doch dann habe ich das neue und spannende Gebiet der Qualitätssicherung entdeckt, das für die medizinische Versorgung sehr wichtig wurde und das vielen Patienten schon geholfen hat. Deswegen habe ich mich dem Thema Qualität zugewandt.

HCM: Worin sehen Sie Ihre persönliche Herausforderung als Leiter des IQTIGs?

Dr. Veit: Die Herausforderung liegt v.a. darin, Qualitätssicherung und -kontrolle schlanker und nützlicher zu machen. Derzeit ist der Dokumentationsaufwand noch zu hoch, das kann man reduzieren. Künftig spielt die Qualität der medizinischen Leistungen eine noch wichtigere Rolle. Deswegen brauchen wir praktikable, nützliche und konsensfähige Indikatoren und Verfahren der Qualitätsmessung. Diese zu finden und zu benennen ist eine wichtige Aufgabe.

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