dpa News -

Fachkräftemangel in der Pflege Kabinett beschließt Spahns Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals

Die Bundesregierung will in den Kliniken und auch in den Altenhilfeeinrichtungen mehr Pflegestellen schaffen und hat dafür nun das Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals beschlossen. Die Kritik vom bpa folgte prompt.

Das Bundeskabinett verabschiedete am heutigen 1. August 2018 den milliardenschweren Entwurf des Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Ziel ist es, dem Pflegenotstand entgegenzuwirken. Allein in der Altenpflege sollen insgesamt 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Bezahlt werden soll das Paket überwiegend von der gesetzlichen Krankenversicherung. Krankenhäuser, die zu wenig Pflegekräfte beschäftigen, dürfen den Angaben zufolge künftig weniger Patienten behandeln.

bpa kritisiert Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals

Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), bekräftigt daraufhin noch einmal seine Forderung nach rascheren Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte: „Geld allein bringt keine Pflegefachkräfte. Damit lässt sich der eklatante Fachkräftemangel nicht beseitigen. Deshalb muss die Bundesregierung alles daran setzen, die Zuwanderung intensiv zu fördern. Wer im Ausland eine Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgreich gemeistert hat, darf hier nicht von 16 verschiedenen Anerkennungsverfahren abgeschreckt werden“, so Meurer, der hinzufügt: „Statt von der Akademisierung der Pflege als Allheilmittel zu träumen, müssen wir uns um die Sicherstellung der Grundversorgung kümmern. Aufnahmestopps bei Pflegediensten und Pflegeheimen sind ein Alarmsignal, weil pflegebedürftige Menschen alleingelassen werden.“

Verwandte Inhalte
© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen