Gebäude&Technik -

Emaillierte Duschflächen "Jede Fuge ist eine zu viel"

Mit dem von Asklepios initiierten "Green Hospital Program" entstand 2010 die erste umfassende Allianz für Umwelt, medizinische Vorsorge und Nachhaltigkeit. Ziel dieser Zukunftsinitiative sind Lösungsansätze für ein „grünes“ Krankenhaus. Asklepios-Architekt Michael Scherer wirbt für Nachhaltigkeit beim Klinikbau.

Als Mitglied des Programms stattet Kaldewei im Rahmen des Forschungsprojekts "Greening the Patient Room – das Patientenzimmer der Zukunft" aktuell ein Musterzimmer in der Asklepios-Privatklinik St. Wolfgang (Bad Griesbach) mit der fugenfreien emaillierten Duschfläche Xetis mit integriertem Wandablauf aus. Für dieses Projekt wurde sie mit der rutschhemmenden Oberflächenvergütung Kaldewei Secure Plus versehen. Welche Vorteile bodenebene Duschflächen aus Stahl-Email 3,5 mm für den Klinikbetrieb bieten, erklärt Michael Scherer, Senior-Projektmanager im Konzernbereich Architektur und Bau der Asklepios-Gruppe.

HCM: Herr Scherer, aus welchem Grund spielt für die Asklepios-Gruppe das Thema Nachhaltigkeit eine so große Rolle?

Scherer: Nachhaltigkeit ist für Krankenhäuser ein großes Thema, genau wie für Industriebetriebe auch. Der Grund liegt natürlich einerseits in der gesellschaftlichen Verantwortung. Wir müssen die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, schonen. Andererseits haben wir aber auch einen betriebswirtschaftlichen Anspruch: Im Krankenhaus geschehen täglich Vorgänge, die eine relativ hohe Umweltbelastung mit sich bringen. Das fängt bei den Reinigungsprozessen an. Hygiene ist im Krankenhaus allgegenwärtig, aber chemische Desinfektionsmittel sind nicht gerade umweltverträglich und sie sind teuer. Zudem schaden und zerstören sie bestimmte Oberflächen. Was wir brauchen, sind Einrichtungsgegenstände oder Oberflächen, die hygienisch und reinigungsbeständig sind – ohne dass man sie mit zu viel Chemie bearbeiten muss.

HCM: Mit welchen Materialien haben Sie bisher Erfahrungen gemacht?

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