Pflege -

Interkulturelle Kompetenz für den Pflegealltag

Unter den Pflegebedürftigen sind in Deutschland immer mehr Migranten. Sie haben bei der Pflege zum Teil ganz andere Bedürfnisse. Pflegefachkräfte brauchen daher zunehmend interkulturelle Kompetenz. Lesen Sie, wie sie bei diesem Themenfeld fit werden.

Themenseite: Personalentwicklung

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Die kulturelle und relgiöse Vielfalt macht sich mittlerweile auch im Gesundheitswesen bemerkbar. Koschere Ernährung, gleichgeschlechtlicher Pflege oder Medikamente, die sich mit muslimischen Reinheitsvorstellungen decken – die Wünsche von Patienten in der Pflege können sehr unterschiedlich sein.

Für Fachkräfte in der Pflege ist das in der tagtäglichen Arbeit eine Herausforderung. Viele nehmen die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Patienten mit Migrationshintergrund allerdings als Mehrbelastung in der Pflegeorganisation und –durchführung wahr. Für die Pflegebedürftigen bildet die Religiosität indes oftmals eine wichtige Stütze und Ressource in ihrem Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod.

Religiöse Bedürfnisse in der Pflege berücksichtigen

Wie religiöse Bedürfnisse im Sinne einer ganzheitlichen Pflege und Behandlung berücksichtigt und gleichzeitig interkulturelle Handlungskompetenz auf Seiten der Pflegenden erzeugt werden können, lässt sich im lernen. In Bochum hat sich die Susanne Stentenbach mit ihrem Unternehmen Metis etwa auf religionssensible Beratung und Weiterbildung spezialisiert. Dabei setzt die Religionswissenschaftlerin auf fundierte Erkenntnisse zum Zusammenspiel von Religion, Medizin und Pflege.

Innerhalb von Vorträgen und interaktiven Seminaren führt Stentenbach Beschäftigte des Gesundheitswesens in die Welt der Religionen ein. Ihren Kunden verschafft sie nicht nur einen Überblick über Islam, Judentum und Christentum sondern auch über östliche Religionen.

Wie Sie neue Zielgruppen ansprechen können

Bei den Seminaren will Stentenbach den Teilnehmern anhand von praktischen Übungen und Simulationen Tipps geben, wie die Religiosität eines Patienten im Berufsalltag berücksichtigen können.

Gerade für Mitarbeiter von Einrichtungen und Unternehmen im Gesundheitssektor sieht die Religionswissenschaftlerin in der praxisorientierten Personalweiterbildung die Möglichkeit, Vorurteile und Missverständnisse in der Pflege und Behandlung abzubauen. Interreligiöse Kompetenz eröffne den Einrichtungen zudem die Chance, neue Zielgruppen anzusprechen.

Weitere Informationen über die religionssensible Beratung und Weiterbildung erhalten Sie auf der Website von Metis. hcm

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