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Via Salus Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Montabaur im Westerwald hat das Insolvenzverfahren des Klinik- und Seniorenheimbetreibers Katharina Kasper Via Salus eröffnet.

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Dabei habe es die Eigenverwaltung angeordnet und so den gewählten Sanierungsweg von Via Salus bestätigt, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Dernbach im Westerwald am Montag, 1. April 2019, mit. Neben Seniorenheimen betreibt es Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Insgesamt zählt es rund 3.200 Beschäftigte. Der Geschäftsbetrieb aller Via-Salus-Einrichtungen werde in vollem Umfang fortgeführt. Die Gehälter aller Mitarbeiter würden ab sofort wieder von Via Salus bezahlt - zuvor war die Bundesagentur für Arbeit eingesprungen. Als Sachwalter bestellte das Amtsgericht nach den Angaben den bisherigen vorläufigen Sachwalter Rainer Eckert.

Die fünf Via-Salus-Krankenhäuser befinden sich in

  • Dernbach im Westerwald,
  • Zell an der Mosel,
  • Frankfurt,
  • Wesseling bei Köln und
  • in Düsseldorf.

Nach Unternehmensangaben werden weiter zwei Möglichkeiten geprüft: der Verkauf einzelner oder aller Krankenhäuser – oder die Beteiligung eines konfessionell und strategisch passenden Investoren an Via Salus. Es gebe zahlreiche Interessenten, die meisten davon mit konfessionellem Hintergrund. Diese nehmen laut Via Salus gegenwärtig die Geschäftsunterlagen unter die Lupe. Nach ihren verbindlichen Angeboten können Vertragsverhandlungen folgen.

Die Wurzeln von Via Salus gehen auf das soziale Engagement der Nonne Katharina Kasper (1820 bis 1898) im Westerwald zurück. Sie gründete die bis heute aktive Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern. Im Oktober 2018 wurde sie von Papst Franziskus heiliggesprochen.

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