Politik -

Indikatoren für Qualitätsberichte der Kliniken stehen fest

Seit März gibt es neue Vorgaben für den jährlichen Qualitätsbericht der Krankenhäuser. Nun sind auch neue Qualitätsindikatoren hinzugekommen. Kliniken müssen sie bereits für das Berichtsjahr 2013 berücksichtigen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für die jährlichen Qualitätsberichte der Krankenhäuser die sogenannten Qualitätsindikatoren für das Berichtsjahr 2013 festgelegt. Demnach müssen 295 der insgesamt 434 Indikatoren der externen stationären Qualitätssicherung dargestellt werden.

Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung, erläutert, dass die Qualitätsindikatoren ursprünglich für das interne Qualitätsmanagement im Krankenhaus und nicht für öffentliche Vergleiche entwickelt worden seien. Mit einem standardisierten Verfahren werde geprüft, welche der Indikatoren in welchem Umfang patientenrelevant, risikoadjustiert und valide seien. Denn die Qualitätsberichte bildeten den maßgeblichen Informationspool für die Krankenhausbewertungsportale.

"Hier kann weniger mehr sein", sagt Klakow-Franck. "Es kommt nicht darauf an, einfach alle vorhandenen Qualitätsindikatoren ins Netz zu stellen, sondern den Patientinnen und Patienten tatsächlich entscheidungsrelevante und laienverständlich nachvollziehbare Qualitätsinformationen an die Hand zu geben", so die Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung. Aus Sicht der Patienten seien neben den Indikatoren insbesondere auch Informationen über die Personalausstattung und die Qualifikation des ärztlichen und pflegerischen Personals wichtig.


Der G-BA hatte im März 2014 neue Vorgaben für den jährlichen Qualitätsbericht ab dem Berichtsjahr 2013 beschlossen und dabei inhaltliche und redaktionelle Änderungen umgesetzt. Die Anpassung der Qualitätsindikatoren stand bislang noch aus. Die Kliniken sind gesetzlich verpflichtet, regelmäßig strukturierte Qualitätsberichte zu veröffentlichen. Was im Einzelnen dargestellt werden muss, wie sie gegliedert sein sollen und in welchem Datenformat sie zur Verfügung stehen müssen, legt der G-BA fest. Verstöße von Krankenhäusern gegen ihre Pflicht zur Berichterstattung ziehen finanzielle Sanktionen nach sich.

Der Beschluss tritt nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Zudem sind der Beschlusstext sowie Tragende Gründe in Kürze auf der Website des Gemeinsamen Bundesausschusses zu finden.

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