In Ostdeutschland sterben mehr Menschen an Herzinfarkt als im Westen

Die koronare Herzkrankheit gilt als häufigste Todesursache unter den Herzkrankheiten. Grund dafür ist u.a. falsche Ernährung. Bei der Morbiditätsziffer gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ein Test gibt Aufschluss über das Herzinfarkt-Risiko.

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Herzinsuffizienz und die koronare Herzkrankheit sind unter den Herzkrankheiten die häufigsten Todesursachen. Das ist das Ergebnis des Deutschen Herzberichts 2014, den die Deutsche Herzstiftung Ende Januar 2015 vorgelegt hat. Demnach starben im Jahr 2014 in Deutschland 128.171 Menschen an der koronaren Herzkrankheit und 46.410 Menschen an Herzinsuffizienz.

„Für beide Herzerkrankungen ist die Ausschaltung der Risikofaktoren insbesondere durch einen gesunden Lebensstil enorm wichtig“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. „Jeder Mensch sollte deshalb über seine persönlichen Risikofaktoren gut informiert sein, um frühzeitig durch vorbeugende oder therapeutische Maßnahmen gegenzusteuern“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Klinikum Stephansplatz Hamburg.

Das sind die Hauptursachen für koronare Herzkrankheiten

Als Hauptursache für die koronare Herzkrankheit gelten falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Stress. Daraus entstehen wiederum die Risikofaktoren Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Diabetes.

Die Sterblichkeit infolge eines Herzinfarkts hat laut Herzbericht leicht zugenommen. So starben im Jahr 2012 insgesamt 52.516 Menschen an einem akuten Herzinfarkt. Im Jahr erlagen 52.113 Menschen einem Herzinfarkt. Aufgrund des leichten Anstiegs der Sterblichkeit sieht Meinertz u.a. die Notwendigkeit, die Effizienz des Notarztsystems zu verbessern und kontinuierlich Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung zu leisten.

Gefälle zwischen Ost- und Westdeutschland bei Sterblichkeit

Der Herzbericht 2014 gibt auch Aufschluss über regionale Unterschiede bei der Sterblichkeit. So ist die Morbiditätsziffer der koronaren Herzkrankheit, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Klappenkrankheiten in Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg am niedrigsten. Spitzenreiter bei der Morbiditätsziffer sind hingegen die ostdeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. So reicht die Spannweite bei koronaren Herzkrankheiten von einer stationären Morbiditätsziffer von 638 in Hamburg bis zu 1.114 in Sachsen-Anhalt.

Die Deutsche Herzstiftung bietet auf ihrer Website einen Risikotest an, mit dem Nutzer ihr persönliches Herzinfarkt-Risiko testen können.

Weitere Informationen zum Deutschen Herzbericht 2014 finden Sie unter www.herzstiftung.de.