Gesundheit -

Barmer-Report Immer mehr Kopfschmerzen

Über alle Altersgruppen hinweg haben Kopfschmerzen in den vergangenen Jahren zugenommen – das ist das zentrale Ergebnis der Auswertung von etwa acht Millionen Versichertendaten durch die Krankenkasse Barmer.

Besonders eklatant ist der Anstieg von verschriebenen Migränemedikamenten bei den 18- bis 27-Jährigen: In der Zeit von 2005 bis 2015 stieg hier die Verordnungsrate um 58 Prozent. Demnach sind inzwischen 1,3 Millionen junge Erwachsene von einem ärztlich diagnostizierten Pochen, Klopfen und Stechen im Kopf betroffen. Auffallend sei auch die doppelt so hohe Rate bei Kopfschmerzen von Frauen im Vergleich zu den Männern: „Bis zur Pubertät gibt es noch keinen Unterschied“, sagt Barmer-Chef Prof. Christoph Straub. Danach sprechen die Zahlen jedoch eine deutliche Sprache: Mindestens eine Kopfschmerzdiagnose wurde 2015 bei 6,3 Prozent der Männer und 12,3 Prozent der Frauen dokumentiert.

„Alle Kopfschmerzmittel können bei unkontrolliertem Einsatz selbst Kopfschmerzen auslösen“, warnt Straub mit Blick auf die am häufigsten eingesetzten Arzneistoffe aus der Familie der Triptane und ergänzt: „Gerade junge Erwachsene brauchen bessere Präventionsangebote.“ Aktuell fördert die Krankenkasse u.a. eine App, die die gezielte Kopfschmerzprävention ermöglichen soll: „Sie macht die individuellen Ursachen aus und analysiert den Verlauf von Migräne und Spannungskopfschmerzen.“

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