Hygiene -

Digitales Hygienemonitoring Hygienespender: Füllstand, Energiestatus und Servicebedarf per App

Ein Blick auf das Smartphone und die Daten aller im Haus verteilten Desinfektionsmittelspender sind einsehbar. Wo treten z.B. Fehler auf? Das Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn und St.-Marien-Hospital in Marsberg vernetzten nun ihre Spender mit der Krankenhaus-IT.

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Viele Patientinnen und Patienten verunsichert das Coronavirus im Hinblick auf Hygiene. Ein Krankenhaus zu besuchen, erscheint da als Risiko. Wie sich dieses minimieren lässt, zeigen nun das Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn und das St.-Marien-Hospital in Marsberg, die Ende April spezielle Händedesinfektionsspender installiert haben. Diese übermitteln den Hygienefachkräften ihre Anwendungsdaten und geben so digital Auskunft über u.a. über Füllstände, Energiestatus und Servicebedarf. Die Geräte des österreichischen Herstellers Hagleitner sind per WLAN direkt mit der IT-Infrastruktur des Krankenhauses verknüpft und werden per App gesteuert.

"Dank App landen die Daten zur Spendernutzung jetzt echtzeitnah auf dem Smartphone der Klinikhygiene", schildert Hygienefachkraft Uwe Riedesel. "Ein kurzer Blick reicht aus, um sofort die richtigen Maßnahmen treffen zu können. Bei der Händehygiene helfen uns diese Anwendungsdaten, sie dokumentieren jede Abgabe. Sollte irgendetwas nicht stimmen, wissen wir sofort Bescheid." Insgesamt 2.564 neue Spender hat Hagleitner Ende April in Paderborn und Marsberg installiert, allein 1.566 für die Händedesinfektion.

Digitales Monitoring sorgt für lückenlose Krankenhaushygiene

Dr. med. Michael Kaiser, der hygienebeauftragte Arzt für Paderborn, erklärt: "Krankenhaushygiene muss so lückenlos wie möglich geschehen. Dann lassen sich Infektionen deutlich reduzieren. Wer hierbei erfolgreich sein will, muss das gesamte Maßnahmenbündel im Blick haben. Das gilt für Abstandsregeln, Testen, Maskenpflicht, Schutzkleidung und für Desinfektion. Im Fokus steht dabei bei unseren Krankenhausmitarbeitenden – übrigens auch schon lange vor Ausbruch der Pandemie – die Händehygiene. Für Patientinnen und Patienten bedeutet diese ein Maximum an Sicherheit."

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