Hygiene -

Darvis Hygiene-Schleuse to go: Software prüft, ob Schutzkleidung sitzt

Mit dem Tablet sekundenschnell die angelegte Schutzkleidung überprüfen. Ein Hamburger Startup bietet mit der Software "Darvis" den digitalen Schnell-Check für Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Themenseite: Hygiene

Mit einem Blick ins Tablet sicherstellen, dass die Schutzkleidung richtig sitzt – Darvis macht das möglich. Das Hamburger Startup stellt seinen praxiserprobten Hygiene-Schnell-Check jetzt auch als Tablet-Only Version zur Verfügung. Die KI-basierte virtuelle Hygiene-Schleuse wird damit mobil. Sie kann überall eingesetzt werden, wo es darauf ankommt, Mitarbeiter und Patienten bestmöglich vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2, MRSA und anderen gefährlichen Erregern zu schützen.

Denn gerade in der aktuellen Situation, in der niemand so genau weiß, wie es weitergeht, schafft Darvis damit zusätzlich zur hygienischen Sicherheit die für Gesundheitseinrichtungen unerlässliche Flexibilität. Mit der mobilen Version können Darvis-Anwender schnell und angemessen auf sich ändernde Lagen reagieren und den Hygiene-Schnell-Check jeweils dort einsetzen, wo er am nötigsten gebraucht wird: Vor Stationsabschnitten, direkt vor Patientenzimmern oder der Notaufnahme. Müssen Stationen umziehen, Kapazitäten heruntergefahren oder schnell aufgebaut werden – Darvis ist immer mit dabei.

KI überprüft angelegte Schutzkleidung

Die Künstliche Intelligenz (KI) der gleichnamigen jungen Software-Company prüft sekundenschnell, ob Schutzkleidung wie Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe, Schutzbrille, Schutzkittel oder Kopfbedeckung richtig und vollständig angelegt wurde. Mit optischen Sensoren und entsprechenden Algorithmen ersetzt der digitale Schnell-Check den Blick in den Spiegel oder die zeitintensive, mit großer Verantwortung einhergehende Kontrolle durch Kollegen. Wurde die Brille vergessen oder sitzt der Kittel nicht richtig, weist Darvis auf diese Risiken hin. Bilder und Objekte werden dazu von der Software in ein 3D-Schema übersetzt und vollständig anonymisiert, lassen also keine Rückschlüsse auf einzelne Nutzer zu.

Awendungstest in Asklepios Klinik Nord Heidberg

„Instruiert“ und getestet wurde Darvis für diesen speziellen Einsatz in Sachen Hygiene in der Asklepios Klinik Nord am Standort Heidberg. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin in der Asklepios Klinik Heidberg, Prof. Dr. Klaus Herrlinger, sieht in der KI nicht nur ein wirksames Mittel zur Infektionsprophylaxe, sondern darüber hinaus einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung: „In der Hektik des Krankenhausalltags bringt Darvis mit seinem geschulten 'elektronischen Auge' eine deutliche Entlastung – sowohl zeitlich als auch mental. Der einfach anzuwendende Hygiene-Schnell-Check erhöht die Sicherheit für unsere Mitarbeiter und für unsere Patienten. Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeiter des Funktionsdienstes nutzen ihn auf freiwilliger Basis.“

Kopplung mit Ampelsystem oder Automatik-Türen

Weitere Applikationen für spezifische, auf bestimmte Keime und Anwendungen zugeschnittene Schutzausrüstungen sind angedacht. Der Hygiene-Schnell-Check kann mit einem Ampelsystem oder automatischen Türen gekoppelt werden. Für die mobile Version wurde die gesamte Intelligenz für die Erkennung der Schutzkleidung auf das Tablet transferiert. Darvis-Kunden erhalten ein Komplettpaket. Dazu gehören auch leicht anzubringende Halterungen oder rollbare Stative für die Tablets. Updates werden über die entsprechende App auf das Gerät gespielt, so dass alle User an der steten Weiterentwicklung des Systems teilhaben.

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen