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Bayerischer Apothekertag Huml fordert Verbot von Medikamentenversand

Mit Blick auf den am Freitag beginnenden Bayerischen Apothekertag in Würzburg hat Landesgesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ein Verbot für den Versand rezeptpflichtiger Medikamente gefordert.

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«Kein Versandhandel kann die Apotheke vor Ort ersetzen. Denn nur dort gibt es persönliche Beratung, Nacht- und Notdienste sowie eine kurzfristige Notfallversorgung», sagte die Ministerin Melanie Huml. Es müsse verhindert werden, dass ausländische Versandapotheken den inländischen Apotheken die wirtschaftliche Grundlage entzögen. Huml forderte die SPD auf Bundesebene auf, ein Versandhandelsverbot  von rezeptpflichtigen Medikamenten zu ermöglichen.

Der Europäische Gerichtshof hatte im vergangenen Oktober die deutsche Regelung der Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel verworfen. Ausländische Versandapotheken können Medikamente dadurch günstiger anbieten. Krankenversicherungen und Verbraucherschützer hatten das begrüßt.

Das Thema wird auch auf dem Bayerischen Apothekertag vom 5. bis 7. Mai 2017 in Würzburg diskutiert; weitere Themen dort sind Herzinfarkt, Antibiotikaresistenz oder digitale Kommunikations- und Marketingwege.

Mehr zum Thema: Erst im April machte der Versandhändler DocMorris mit einem Angriff auf den deutschen Apothekenmarkt auf sich aufmerksam, als er nach nicht einmal zwei Tagen eine in Baden-Württemberg aufgestellte Automatenapotheke wieder schließen musste.

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