Hot Zone: Wie das Ebolavirus entdeckt wurde

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Die Ebola-Epidemie hält die Welt in Atem. Seit das Virus im März 2014 in Westafrika ausgebrochen ist, sind rund 7.000 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Wie das Ebolavirus entdeckt wurde, beschreibt Bestsellerautor Richard Preston in seinem Tatsachen-Thriller „Hot Zone“.

© Knaur Verlag

Nein, wirklich neu ist das Buch von Richard Preston nicht. Dafür ist “ Hot Zone“ aber hoch aktuell. Denn erstmals veröffentlicht hat der Bestsellerautor den Tatsachen-Thriller im Jahr 1995. Darin schildert der US-Amerikaner die Entdeckung und Verbreitung des Ebolavirus. Aus aktuellem Anlass ist das Buch nun als Neuauflage erschienen.

„Der Ebola-Ausbruch 2014 stellt sich als der hochexplosive und verheerendste Ausbruch einer ansteckenden Krankheit dar, den die Welt seit dem globalen Auftreten des HIV-Virus erlebt hat“, schreibt Preston in seinem Vorwort. Erstmals identifiziert wurde das Ebolavirus im Jahr 1976 in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Wie? Das beschreibt der Autor auf rund 350 Seiten.

Die Geschichte, die Preston erzählt ist wahr. Deshalb beginnt seine Erzählung von der Entdeckung und Verbreitung des Ebolavirus auch mit den Worten „Dieses Buch ist kein Roman“. Allerdings hat Preston den Betroffenen in “ Hot Zone“ teilweise einen anderen Namen gegeben. So zum Beispiel Charles Monet.

Rückenschmerzen, Fieber und Kopfweh – die ersten Symptome

Preston beschreibt, wie der französische Amateur-Forscher Monet in Kenia erkrankt, nachdem er mit seiner Freundin den Jahreswechsel in den Bergen des Elgon-Regenwalds verbracht hat. Zuerst klagt er über schwere Rückenschmerzen und nimmt Aspirin. Doch das verschafft Monet keine Linderung. Seine Beschwerden nehmen zu. Ihm ist übel, er hat Kopfschmerzen und Fieber. Schließlich fängt Monet an, sich zu erbrechen. Den Weg zur Arbeit schafft er nicht mehr.

Irgendwann geht es ihm so schlecht, dass ihn einer seiner Kollegen ins nächste Krankenhaus bringt. Die Ärzte können sich keinen Reim darauf machen, „was mit seinen Augen, seinem Gesicht und seinem Verstand geschehen war.“ Denn neben den körperlichen Symptomen hat sich durch die Krankheit auch die Persönlichkeit von Monet verändert.

Der Franzose wird schließlich ins Nairobi Hospital geschafft, die als beste Klinik Ostafrikas gilt. Auf dem Weg dorthin erbricht sich Monet im Flugzeug. Das Erbrochene ist „ein scheckiges Gemisch aus schwarzem und rotem teerartigen Körnchen, vermischt mit frischem Blut.“ Preston beschreibt den körperlichen Verfall des Mannes bis ins kleinste Detai..

Der Patient blutet schließlich aus allen Körperöffnungen

Monet schafft es noch ins Krankenhaus. Auch dort hat der behandelnde Arzt keine Ahnung, was seinem Patienten fehlt, der mittlerweile aus allen Körperöffnungen blutet. Dann stirbt Monet. Kurze Zeit später erkrankt auch der Arzt, der den Franzosen behandelt hat.

Preston geht in „ Hot Zone“ der Erkrankung auf die Spur, die den Ärzten damals ein Rätsel war. Dabei schildert der Bestseller faktenreich, wie das Ebolavirus entdeckt wurde.

Lesetipp
Preston R. (2014) Hot Zone. Ebola, das tödliche Virus. Der Tatsachen-Thriller. München: Knaur Taschenbuch.