Krankenhausversorgung Holetschek beim Spatenstich am Klinikum Altmühlfranken

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Am 6. September 2023 erfolgte der Spatenstich für den Erweiterungsneubau am Klinikum Altmühlfranken im mittelfränkischen Weißenburg. Auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek war vor Ort und wies auf die Wichtigkeit der flächendeckend modernen und qualifizierten stationären Versorgungsangebote hin.

Klaus Holetschek Spatenstich Klinikum Altmühlfranken Weißenburg
Spatenstich für den Erweiterungsneubau am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg. Mit dabei: (von links) Vorstand Christoph Schneidewin, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, Landrat Manuel Westphal sowie Stefan Link, Projektsteuerer der Firma Hitzler Ingenieure. – © Klinikum Altmühlfranken

Der Neubau am Klinikum Altmühlfranken erfolgt als erster Bauabschnitt im Zuge der geplanten Gesamtsanierung des Klinikums. Bayern habe allein in den vergangenen fünf Jahren (2018 bis 2022) über drei Milliarden Euro für Investitionen an Krankenhäusern bereitgestellt. Davon etwa 1,7 Milliarden Euro für Baumaßnahmen. Auch Mittelfranken konnte von den zur Verfügung gestellten Mitteln stark profitiere. 430 Millionen Euro flossen in die dortigen Krankenhäuser, davon rund 240 Millionen für bauliche Investitionen.

Erweiterungsbau sichert stationäre Versorgung

„Das Klinikum Altmühlfranken sichert mit seinen beiden Standorten in Weißenburg und Gunzenhausen die stationäre Versorgung in der Region. Ich bin dankbar, dass die Verantwortlichen und die Mitarbeitenden den Blick auf die kommenden Herausforderungen gerichtet haben und darauf bedacht sind, die Versorgung für die Patientinnen und Patienten stetig zu verbessern und das medizinische Profil anzupassen“, betonte Holetschek.

Mit dem Neubau entstehen moderne und leistungsfähige Strukturen. Neben

  • vier neuen OP-Sälen,
  • einem ansprechenden Entbindungsbereich sowie
  • einer optimal strukturierten und ausgestatteten Notaufnahme

werden auch ideale Bedingungen in der Intensivpflege geschaffen. Damit sollen nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum verbessert werden. Bayern unterstützt den Neubau mit mehr als 41 Millionen Euro.

„Mit dem neuen Funktionsgebäude schaffen wir einerseits attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeitenden und können darüber hinaus die Arbeitsabläufe deutlich optimieren.“

Christoph Schneidewin, Klinikvorstand

Holetschek: Krankenhausversorgung hat hohen Stellenwert in Bayern

„Die Krankenhausförderung ist kein Sprint, sondern ein Marathon, weil wir die hohe Versorgungsqualität dauerhaft erhalten wollen. Außerdem gilt es verstärkt, zukunftsrelevante Bereiche wie

  • Energieversorgung,
  • Ökologie oder
  • Gebäude- und Klimatechnik

zu berücksichtigen. Mit der Fortführung des Krankenhausetats auf einem hohen Niveau von 643 Millionen Euro haben wir für das laufende Jahr 2023 gute Voraussetzungen geschaffen. Zudem setze ich mich für eine deutliche Steigerung der Investitionskostenförderung für bayerische Kliniken in den kommenden Jahren auf eine Milliarde Euro pro Jahr ein. Das zeigt, welchen hohen Stellenwert die Krankenhausversorgung für uns in Bayern hat“, betonte der Gesundheitsminister.

Klaus Holetschek
Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek. – © StMGP/Andi Frank

Die Förderprogramme für Krankenhäuser in Bayern

Die Krankenhausförderung stelle aber nur einen Teil der finanziellen Anstrengungen dar. Der Freistaat übernimmt die Ko-Finanzierung im Krankenhausstrukturfonds und im Krankenhauszukunftsfonds.

Darüber hinaus stelle Bayern eigene Förderprogramme bereit. Neben dem Bayerischen Härtefallfonds mit 100 Millionen Euro für Krankenhäuser und dem Geburtshilfeförderprogramm seien dies aktuell

  • ein Förderprogramm zur Unterstützung akutstationärer pädiatrischer Einrichtungen im Umfang von fünf Millionen Euro sowie
  • ein Programm für notwendige Strukturveränderungsmaßnahmen bei kleineren Krankenhäusern im ländlichen Raum mit einem Volumen von 100 Millionen Euro über fünf Jahre.