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17. September 2016 Heute ist der Internationale Tag der Patientensicherheit

Dieses Jahr geht es beim Internationalen Tag der Patientensicherheit um das Thema Medikationssicherheit. Ziel ist es, Menschen für die Risiken bei der Anwendung von Medikamenten zu sensibilisieren. Bundesweit sind knapp 200 Aktionen dazu geplant.

Themenseite: Patientensicherheit
Heute ist der Internationale Tag der Patientensicherheit
Am heutigen Samstag, 17. September, finden in ganz Deutschland Aktionen zum Internationalen Tag der Patientensicherheit statt. -

Einrichtungen, Organisationen und Verbände, die sich am heutigen Tag der Internationalen Patientensicherheit mit einer Aktion beteiligen, zeigen auf ihren Veranstaltungen neuartige Wege auf, wie Risiken bei der Medikamentenvergabe und -einnahme im Alltag so gering wie möglich gehalten werden können. Getreu dem Motto des Tages, für dieses Thema zu sensibilisieren.

„Medikamente können Krankheiten heilen und Leben retten. Daher sind sie aus der Gesundheitsversorgung nicht mehr wegzudenken. Sie können jedoch auch Schaden anrichten, beispielsweise wenn Medikamente falsch dosiert werden, sich gegenseitig beeinflussen oder nicht richtig angewendet werden. Die daraus resultierenden Nebenwirkungen können die betroffenen Patienten erheblich belasten und unnötige Krankenhaus- und Heimaufenthalte verursachen. Immerhin werden fünf Prozent der Krankenhauseinweisungen durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursacht“, schreiben die Verantwortlichen des Aktionsbündnisses auf ihrer Website zu ihrer Veranlassung den Tag unter das genannte Motto zu stellen. Eine gute Abstimmung zwischen allen am Medikationsprozess Beteiligten sei der Schlüssel zu mehr Patientensicherheit. Hierbei sind laut Aktionsbündnis nicht nur Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte und andere Gesundheitsberufe, sondern ganz besonders auch die Patienten und ihre Angehörigen gefordert.

Unter www.tag-der-patientensicherheit.de erhalten Sie u.a.

  • ein Faktendatenblatt zum Thema Medikationssicherheit,
  • Tipps zum häuslichen Umgang mit Arzneimitteln,
  • Tipps zur sicheren Arzneimitteltherapie,
  • ein Faktenblatt zur Polymedikation oder
  • ein Faktenblatt mit Infos zur Verblisterung von Arzneimitteln in stationären Pflegeeinrichtungen.

Gabe von riskanten Medikamenten bei AOK-Versicherten geht zurück

Der AOK Bundesverband berichtet anlässlich des Tages der Internationalen Tag der Patientensicherheit Positives zum Thema Medikationssicherheit: Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist der Anteil der AOK-Patienten ab 65 Jahren, die mindestens ein für sie potenziell riskantes Medikament von der sogenannten Priscus-Liste erhielten von 29 Prozent in 2006 auf heute knapp 19 Prozent gesunken. Eine positive Entwicklung findet die Gesundheitskasse und Vorstandsvorsitzender des AOK Bundesverbandes Martin Litsch.

Medikationssicherheit: ein zentrales Anliegen des G-BA 

„Die Aufbereitung des wissenschaftlichen Erkenntnismaterials zu Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie ist ein wichtiger Baustein für eine rationale und sichere Arzneimitteltherapie. Die Beschlüsse des G-BA zur sogenannten frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln beinhalten Hinweise zur qualitätsgesicherten Anwendung. So dürfen z.B. neue, hochwirksame Wirkstoffe mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen nur von besonders qualifizierten Ärzten verordnet werden. Eine indikationsgerechte und auf den Patienten abgestimmte Therapie wird durch die Anforderungen an die Verordnung dieser Arzneimittel sichergestellt“, heißt es von Seiten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) anlässlich des Internationalen Tages der Patientensicherheit. „Patientensicherheit und damit auch die Medikationssicherheit sind für den G-BA zentrale Anliefen und Arbeitsfelder“, heißt es außerdem und: „Der G-BA trägt mit einer Vielzahl seiner Beschlüsse und Regelungen unmittelbar zur Steigerung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei.“

Aktionen im ganzen Land

Bundesweit beteiligen sich Einrichtungen, Verbände und Organisationen im Gesundheitswesen – 196 an der Zahl – am Tag der Patientensicherheit (einsehbar online). So z.B. die Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein in Königsstein, die Schön Klinik Bad Staffelstein oder das Sankt Josef-Hospital in Xanten, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Auch am Klinikum Braunschweig möchte mach zeigen, „dass wir alle dazu beitragen können, das Bewusstsein für vermeidbare Gefahren rund um die Gabe von Medikamenten zu schärfen und damit die Medikationssicherheit zu erhöhen“, sagt Dr. Thomas Bartkiewicz. Man nehme die Medkationssicherheit im Haus sehr ernst und optimiert die Arzneimitteltherapie deshalb ständig. Dazu gehört z.B. auch die jüngste Veröffentlichung der Broschüre „Sicher im Krankenhaus – Was wir dafür tun und wie Sie uns dabei unterstützen können“.

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