Universitätsklinikum Frankfurt Hessen bekommt schnelles 5G-Netz

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Das Universitätsklinikum Frankfurt erhält künftig moderne, derzeit in Europa verfügbare 5G-Technik: das 5G+ (Standalone) Mobilfunknetz, das Daten in Echtzeit überträgt.

Im Universitätsklinikum Frankfurt unterzeichneten Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsführung bei Vodafone (zweite v.r.), eine Absichtserklärung für den 5G+ Ausbau. Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt (rechts), und Dr. Michael von Wagner, CMIO und Leiter Stabsstelle Digitalisierung am Universitätsklinikum Frankfurt (links), zeigen ein mobiles Ultraschallgerät, mit dem sich Untersuchungsbilder künftig in Echtzeit über das 5G+ Netz versenden lassen. – © Universitätsklinikum Frankfurt

Hessens Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus und Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsführung bei Vodafone, unterzeichneten eine Absichtserklärung für den 5G+ Ausbau in Hessen. Mit dieser Erklärung gehört Hessen damit dann bei den Flächenländern zu den Vorreitern für „echtes 5G“ und wird künftig mit dem schnellen 5G-Netz versorgt. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Genehmigungsverfahren für neue 5G-Standorte künftig noch weiter vereinfacht werden.

Mobiles Ultraschall-Gerät mit Echtzeitübertragung

Exemplarisch stellten Expertinnen und Experten des Klinikums ein neues mobiles Ultraschallgerät vor, das Livebilder vom Untersuchungsort zu anderen Medizinerinnen und Medizinern überträgt. Das von Phillips entwickelte smarte Gerät namens „Lumify“ soll zukünftig in zahlreichen Anwendungsbereichen im klinischen Umfeld zum Einsatz kommen und auch mobile Untersuchungen ermöglichen. Besonders für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum sei das entscheidend. Ultraschallbilder können beispielsweise an entfernte oder im Rufdienst zu Hause tätige Ärztinnen und Ärzte zur Konsultation übertragen werden. Ein zusätzlicher Live-Ultraschall-Stream für mehrere Nutzer fördere die Zusammenarbeit zwischen Ländern und Ärzteschaft, wenn sie am schnellsten benötigt wird. Auch die Übermittlung von Untersuchungen in andere Krankenhäuser, Praxen oder im Rettungswagen werden ohne aufwändige Installation von Netzwerken möglich.

„5G ist die Zukunft des Mobilfunknetzes, wie man u.a. an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im medizinischen Bereich sehen kann. Daher ist es sehr erfreulich, dass die neue Mobilfunktechnologie in Hessen bereits in der Fläche angekommen ist, und wir somit unseren starken Standort weiter stärken.“

Prof. Dr. Kristina Sinemus

5G+ Anwendungen in der Medizin

„Das Universitätsklinikum Frankfurt ist Vorreiter bei der Digitalisierung. Das Land Hessen hat daran großen Anteil durch seine umfangreiche Förderung der digitalen Infrastruktur in unserem Haus. Der Ausbau des 5G+ Netzes in Hessen ermöglicht es uns künftig, die Netzwerkmedizin auf einem höheren Leistungsniveau abzubilden und noch stärker mit anderen Gesundheitseinrichtungen im Interesse der Patientinnen und Patienten zu interagieren“, betont Prof. Jürgen Graf, Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt.

Auch werden neue Anwendungen in der Augmented und in der Virtual Reality in höchster Qualität möglich sein.

„Mobile Ultraschallgeräte, die Bilder in Echtzeit auf das Handy der Ärzteschaft übertragen. 5G+ leitet die nächste Stufe der Digitalisierung im klinischen Umfeld ein und kann helfen, Menschenleben zu retten.“

Michael Jungwirth
Hier im Einsatz ein 5G+ fähiges mobiles Ultraschallgerät. – © Universitätsklinikum Frankfurt